Winterberg. Franceso Friedrich hat seinen Titel als Weltmeister im Zweierbob verteidigt. Und wieder wurde der Pilot vom SC Oberbärenburg von einem Athleten des BSC Winterberg angeschoben. Auf der Position des mit einem Achillessehnen-Anriss ausgefallenen Jannis Bäcker befand sich diesmal Thorsten Margis.

Dieses Duo stellte nach zwei Bahnrekorden am ersten Tag auch im dritten Lauf in 55,23 Sekunden wieder eine Bestmarke auf und siegte nach 3:43,30 Minuten mit enormen 1,06 Sekunden Vorsprung vor den nach zwei Tagen und vier Durchgängen zeitgleichen Oskars Melbardis / Daumants Dreiskens (Lettland) und Johannes Lochner / Joshua Bluhm (Stuttgart / Königssee).

Silber wurde also zweimal vergeben und den Schweizern Beat Hefti / Alex Baumann (+1,22) blieb nach einer Aufholjagd von Platz elf im ersten Lauf am Ende nur der undankbare vierte Rang. Als Fünfte waren Yunjong Won / Youngwoo Seo (+1,39) echte Vorboten für die Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea. Die Junioren-Weltmeister Richard Oelsner / Eric Franke (Riesa / Oberbärenburg / +1,93) rutschten von Platz sechs nach dem ersten Tag noch auf Rang neun ab.

Unmittelbar dahinter folgten als Zehnte Nico Walther / Marko Hübenbecker (Riesa / Mitteldeutscher SC / +1,96), die sich von Platz 13 zur Halbzeit noch etwas vorarbeiten konnten.

Stimmen

Francesco Friedrich: „Wir sind super happy. Der dritte Lauf war wie immer der entscheidende. Dadurch war die Konkurrenz geschockt. Durchgang vier war fahrerisch nicht ganz so gut. Es ist schwieriger einen Titel zu verteidigen als ihn zu gewinnen. Schade für Oskars Melbardis, der in dieser Saison am konstantesten war. Sensationell ist das Silber von Johannes Lochner. Es wird jetzt wenig gefeiert und schon viel an den Vierer-Wettbewerb gedacht.

Thorsten Margis: „Wenn mir jemand vor einem halben Jahr gesagt hätte, dass ich bei der WM dabei bin, hätte ich das nicht für möglich gehalten. Und an Silber hätte ich erst recht nicht gedacht.

Johannes Lochner: „Mir kribbeln immer noch die Hände und zittern die Füße. Im vierten Lauf habe ich an alle möglichen Dinge gedacht. Vom Weltmeister kann ich noch viel lernen.

Oskars Melbardis: „Silber geht in Ordnung. Es ist die erste WM-Medaille für Lettland im Zweierbob.

Richard Oelsner: „Ich freue mich, dass wir hier sein durften. Wir konnten viele Erfahrungen sammeln.“

Nico Walther: „Das Ergebnis ist nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Man muss das jetzt abhaken und an den Vierer denken.

Quelle: Bobbahn Winterberg Hochsauerland