Sundern: Tafel übernimmt soziale Verantwortung

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Sundern. Beeindruckt zeigten sich jetzt die Vorstandsmitglieder der AG 60plus der Sunderner Sozialdemokraten über die Vielfalt der Lebensmittel, die bei der Tafel in Sundern angeboten werden. Zu gut zum Wegwerfen: Fördert Mindesthaltbarkeitsdatum die Lebensmittelvernichtung?

Über diese Frage informierten sich die Mitglieder der AG 60plus unter anderem bei der Ausgabestelle der Tafel. Einig war man sich darüber, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum keine Aussage ist, dass die Lebensmittel ab diesem Zeitpunkt nicht mehr genießbar sind. Darüber hinaus informierten sich die AG – Mitglieder über die aktuelle Situation der Versorgung und Unterstützung vor Ort.

Foto: © Klaus Plümper
Foto: © Klaus Plümper

Fast einhundertzwanzig Familien mit rund einhundertdreißig Kindern“, so Brigitte Ricke (Leiterin der Ausgabestelle) „und etwa zweihundert Einzelpersonen, deren Bedürftigkeit z.B. durch das Sozialamt oder Jobcenter bestätigt wurde, werden zurzeit In Sundern von der Tafel versorgt“. Damit ist die Außenstelle der Arnsberger Tafel in Sundern eine der rund neunhundertvierzig Tafeln in Deutschland, die etwa 1,5 Millionen Menschen mit Lebensmitteln versorgen.

Einig waren sich die Mitglieder der AG 60plus darüber, dass durch die Arbeit der Tafel, große Mengen einwandfreier Lebensmittel, die sonst vernichtet bzw. im Müll landen würden, gerettet und sinnvoll verwendet werden.

Über die organisatorischen Abläufe, sowohl bei der Abholung von Waren bei den Märkten, bei den Vorbereitungsarbeiten im Laden als auch am Ausgabetag, informierte Karl-Heinz Runte die AG – Mitglieder umfassend. So sind z. B. die Ausgabezeiten am Donnerstagnachmittag in drei Gruppen eingeteilt. So ist es gewährleistet, dass, auch bedingt durch die relativ engen räumlichen Verhältnisse, ein geordneter Ablauf möglich ist. Mögliche Stresssituationen werden, laut Karl-Heinz Runte, so weitestgehend vermieden. Ein Engpass an gesunden und nahrhaften Lebensmitteln besteht aktuell nicht.

Mit großem Engagement sind aktuell vierunddreißig ehrenamtlich tätige Helferinnen und Helfer an den jeweiligen Tagen im Einsatz. Prima wäre es, so Brigitte Ricke und Karl-Heinz Runte, wenn sich noch weitere Personen, die die wichtige Arbeit der Tafeln unterstützen wollen, zur aktiven Mitarbeit bereit wären. Informationen hierzu gibt es bei Brigitte Ricke unter Telefon 02935- 1736. Weiter besteht die Möglichkeit, sich mittwochsvormittags in der Ausgabestelle Hauptstraße 54 über diese ehrenamtliche Tätigkeit zu informieren.

Quelle: AG 60plus Sundern / Klaus Plümper
Fotos: © Klaus Plümper

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