Sundern. Irritiert zeigen sich die Vorstandmitglieder der AG 60plus bezüglich der Pressemitteilung der Stadtwerke Sundern zur angekündigten Verteilung der Gelben Säcke. Nachdem die AG 60plus der Sunderner SPD im vergangenen Jahr das Thema noch einmal in die Diskussion gebracht hatte, diskutierte im November 2017, der mitverantwortliche Betriebsausschuss über das Thema. In der Niederschrift zur Sitzung ist festgehalten: Aufgrund dieser Diskussion empfiehlt der Betriebsausschuss Stadtwerke Sundern die Verteilung von 3 Rollen à 13 Säcke als Grundausstattung.

Die Leitung der Stadtwerke, die seit Anfang dieses Jahres für die Ausgabe der Gelben Säcke zuständig ist, teilt nun mit, dass sie ab Mitte Januar 2018 den Grundbedarf durch die Verteilung einer Großrolle mit 26 Säcken für jeden Haushalt zu decken gedenkt. Die Verteilung soll entgegen früheren Aussagen der Stadtwerke durch das Entsorgungsunternehmen Remondis erfolgen.

Manfred Schlicker. Foto: © Klaus Plümper

Manfred Schlicker. Foto: © Klaus Plümper

Verärgert zeigen sich die Vorstandsmitglieder der AG darüber, dass sich die Leitung der Stadtwerke offensichtlich nicht bereit ist, die Empfehlung des Fachausschusses umzusetzen. Auch die zahlreichen Hinweise aus Politik und Bevölkerung werden ignoriert. Die jetzt vorgesehene Grundversorgung ist nach Ansicht der AG nur für einen kleinen Teil der Haushalte auskömmlich. Die Mehrzahl der Haushalte wird unter Umständen mehrfach im Jahr auf die einzige Verteilstelle in Sundern zurückgreifen müssen.

Manfred Schlicker, Vorsitzender der AG 60plus hierzu: „Besonders für Berufstätige mit mehreren Kindern, für Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen und für Senioren ohne Auto ist die Beschaffung der gelben Säcke eine schwierige Herausforderung„. „Ich appelliere daher an die Stadtwerke„, so Manfred Schlicker weiter, „dass auf jedem Fall, die Empfehlung des Ausschusses umgesetzt wird„. Anregung der AG ist es, die Grundausstattung auf 2 x 26 Säcken zu verändern und die Verteilung einmal im Januar und einmal im Juli zu organisieren.

Darüber hinaus fordern die Mitglieder der AG 60plus Stadtwerke, Verwaltung und Politik auf, die Abholstelle wieder ins Bürgerbüro zurück zu verlagern und nach Möglichkeiten von dezentralen Abholstellen in den größeren Ortsteilen zu suchen.

Quelle: AG 60plus Sundern / Klaus Plümper
Foto: © Klaus Plümper