Schmallenberg. Wenn man wandernd in die gleiche Richtung schaut, geht manches besser. So besprachen jetzt NRW-Kulturministerin Ute Schäfer, Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann und Sauerland-Tourismus-Chef Thomas Weber das schwierige und noch schlummernde Kapitel Kulturtourismus in der Region.

Und zwar im Grünen. Nachdem sich nämlich hier laut Weber ein riesiges Feld insbe-sondere für den Tagestourismus auftut, braucht es Unterstützung zum Aufbau von Strukturen. Das genau war unter anderem Thema der Sauerland-Wanderung, um in Ruhe die Chancen und Perspektiven dazu auszuleuchten.

Bei einer gemeinsamen Wanderung leuchteten Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann (links), NRW-Kulturministerin Ute Schäfer (2.v.r.) und Sauerland-Tourismus-Chef Thomas Weber (rechts) die Chancen und Perspektiven des Kulturtourismus im Sauerland aus. Foto: Sauerland-Tourismus

Nach Meinung der Touristiker gibt es in der Region eine enorme Vielzahl entdeckungs-würdiger kultureller Einrichtungen unterschiedlichster Art. Diese aufzubereiten und „ins Fenster zu stellen“ ist das eine, ein geordnetes und einheitlicheres Miteinander aufzu- bauen das andere. Unterschiedliche Prospekte und Internetseiten aus allen Teilen der Region sind nur ein Beispiel, das besser strukturiert werden muss. Dafür braucht es jedoch die Hilfe aus Düsseldorf nicht. Wenn es aber auch um die Wahrnehmung des Sauerlandes draußen geht, ist das Land sehr wohl gefragt. Denn in der kerngesunden Freizeitregion gibt es eben nicht den einen und ultimativen Magneten wie den Kölner Dom oder das Folkwangmuseum, sondern eine unglaubliche Vielzahl an Aktivitäten und kulturellen Orten. Aber diese liegen in verschiedenen Kreisen.

Um nun diese – nicht nur touristische – Aufgabe in den Griff zu bekommen, diente die gemeinsame Wanderung dem Sondieren und Ausloten nach einem besseren Miteinander, um auch und vor allem zu einer repräsentativeren und besseren Außendarstellung zu kommen. Gäste und potenzielle Neubürger sollen die eigenen kulturellen Angebote auch kreisübergreifend besser kennen und schätzen lernen und in die eigene Lebensart integrieren. „Natürlich haben wir viel Kultur, sie kommt nur eher kreativ und sehr verästelt, dafür aber in menschlicheren Dimensionen daher, als man das aus Großstädten kennt“, sagt Thomas Weber und fügt an: „Besonders Regierungspräsident Dr. Bollermann hat seine Unterstützung zugesagt hier mitzuhelfen, für das ganze Sauerland und Südwestfalen nach besseren Strukturen zu fahnden und das Thema in den Griff zu bekommen. Für diese Einsicht und das Angebot zur Mithilfe bin ich dankbar und wäre dafür auch noch weiter marschiert!

Quelle: Sauerland-Tourismus