Schmallenberg. Einheitlich beschildert, für Jung und Alt gut zu befahren und mit Hinweisen zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Wege – das „Radnetz Südwestfalen“, ein Förderprojekt der REGIONALE 2013, hat es sich zum Ziel gesetzt, die Radwege der Region optimal miteinander zu verknüpfen. Das Radnetz dann touristisch aufzuwerten und zu vermarkten, ist Aufgabe der „Radwerkstatt Sauerland – Siegerland-Wittgenstein“. Als neue Projektleiterin der Radwerkstatt hat jetzt Stefanie Auge die Arbeit aufgenommen.

Radfahren in den beiden Regionen Sauerland und Siegerland-Wittgenstein soll zu einem flächendeckenden Genuss werden, darum knüpfen die Projektbeteiligten aus allen fünf Landkreisen in Südwestfalen derzeit ein umfassendes Routennetz. Damit sich Radfahrer auf den 2.750 Kilometern des Radnetzes einfacher orientieren können, erstellen die Planer ein System mit Knotenpunkten.

Stefanie Auge ist die neue Projektleitern der „Radwerkstatt Sauerland – Siegerland-Wittgenstein“. Foto: Sauerland Tourismus e.V.

Stefanie Auge ist die neue Projektleitern der „Radwerkstatt Sauerland – Siegerland-Wittgenstein“. Foto: Sauerland Tourismus e.V.

Noch in diesem Jahr bauen die Regionen die landesweite rot-weiße Radwegebeschilderung aus und ergänzen sie durch ein Knotenpunktsystem. In den Benelux-Staaten hat sich dieses System bereits bewährt, denn dadurch können Radtouren sehr einfach und spontan unternommen werden. Nach diesem Modell wurde das Netz an Radwegen im Sauerland und in Siegen-Wittgenstein in eine Art Wabenstruktur eingeteilt. An den Eckpunkten jeder Wabe sind auf diese Weise „Knotenpunkte“ entstanden, die die Waben miteinander verbinden. An den wichtigsten dieser Punkte wird eine Informationstafel mit Übersichtskarte die nächsten Knotenpunkte und somit die verschiedenen Tourenmöglichkeiten auf dem Radnetz aufzeigen. So kann der Radfahrer vor Ort entscheiden, welchen Knotenpunkt er als nächstes ansteuert. Die Infotafeln informieren auch über nahegelegene Ausflugsziele und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Die Tafeln sollen bis zur Fahrradsaison 2015 stehen.

Neben den lenkenden und gestalterischen Aufgaben zum Radnetz in den Planungsabteilungen der Kommunen und Kreise, stehen ganz praktische Handlungsschritte an, denen sich die Radwerkstatt Sauerland – Siegerland-Wittgenstein mit Projektleiterin Stefanie Auge ab sofort widmet. Insbesondere koordiniert und organisiert sie die Aufstellung der Informationstafeln an den Knotenpunkten. Außerdem kümmert sie sich um den Informationsfluss und die Kommunikation im Projekt, unterstützt aber auch touristische Akteure in den Orten zum Beispiel bei der Entwicklung von Themenrouten. Die Radwerkstatt ist bei der Sauerland-Radwelt in Bad Fredeburg angesiedelt und der zentrale Anlaufpunkt für alle Belange zum „Radnetz Südwestfalen“. Das Projekt „Radwerkstatt Sauerland – Siegerland-Wittgenstein“ wird mit insgesamt 280.000 Euro gefördert. Die Förderung stammt zu 70 Prozent aus dem Ziel-2-Programm in NRW und damit aus EU- und Landesmitteln, die restlichen 30 Prozent werden durch die fünf Landkreise in Südwestfalen finanziert.

Quelle: Sauerland-Tourismus e.V.