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Schmallenberg / Bödefeld. „Eigene Grenzen austesten“ oder „Sich selbst mit einem Zieleinlauf belohnen“ nennen die ersten drei Gewinner der 101-Kilometer-Route als Motivation für ihre Teilnahme am Bödefelder Hollenmarsch. „Weil wir hauch kurzentschlossen auf eine wunderschöne, kleine Wanderung gehen wollen“ oder „Als Familienausflug“, erklären die Teilnehmer von kürzeren Strecken, wie dem 14-Kilometermarsch. Bei der Wanderveranstaltung am vergangenen Wochenende [29./30. Mai 2015] konnte sich jeder seine eigene Strecke ganz individuell aussuchen: 14 Kilometer, 21 Kilometer, 42 Kilometer, 67 Kilometer und 101 Kilometer standen zur Auswahl.

101 Kilometer marschieren:“, waren sich die 166 Starter für diese Hollenmarsch-Strecke einig „Ein außergewöhnliches Erlebnis!“ Der Marsch durch die Nacht gewann Lars Heßling (37) mit einer Zeit von 14 Stunden 46 Minuten und 46 Sekunden. Für den Wanderer aus Berglisch Gladbach war es seine erste Teilnahme am Hollenmarsch über die Extremstrecke. Bei 12 Grad und pünktlich nach Ende eines Regenschauers am Freitagabend [29. Mai 2015] starteten gut ein Viertel mehr Teilnehmer als im vergangenen Jahr. Dann ging es durch die Nacht. Schon da setzte sich die dreier Spitze um Lars Heßling, Jhony Dossen (Platz 2, 14:48:16 Stunden) und Rainer Becker (Platz 3, 14:50:45Stunden) ab.

„Diese dreier Konstellation hat mich motiviert“, erklärte Sieger Heßling später im Ziel. Neben der Motivation war aber für die Teilnehmer auch die richtige Verpflegung wichtig für einen gelungen Marsch. Beim Pasta- und Kuchenessen vorm Start stärkten sich die Extremwanderer bevor es auf den langen Marsch ging. Insgesamt 16 Kilo Nudeln und 240 Stücke Kuchen wurden vom Verpflegungsteam ausgegeben.

Die eigenen Grenzen austesten, dass konnten fast 800 Teilnehmer bei Bödefelder Hollenmarsch 2015. Foto: © Hollenteam / Verkehrsverein Bödefeld Freiheit und Land e.V.

Die eigenen Grenzen austesten, dass konnten fast 800 Teilnehmer bei Bödefelder Hollenmarsch 2015. Foto: © Hollenteam / Verkehrsverein Bödefeld Freiheit und Land e.V.

Auch die rund 70 ehrenamtlichen Helfer, die an den 16 weiteren Verpflegungspunkten auf den Strecken im Einsatz waren, verteilten kiloweise Bananen, Brote und Elektrolyte. „Essen und Trinken ist das wichtigste bei einer so langen Route wie dem 101 Kilometermarsch“, erklärten Fritz Otto und Udo Cordt. Die beiden Marschierer waren unter den ersten zehn Teilnehmern am ersten Verpflegungspunkt angekommen.

Eine richtige Stärkung spielte auch am nächsten Morgen für die Starter auf den anderen Strecken eine große Rolle. Rund 1.000 Brötchen, 2.300 Scheiben Brot, 15 Pfund Kaffee und 350 Eier wurden zum Frühstück in der Schützenhalle zubereitet. Ulla Beckmann (69), Leiterin des 25-köpfigen Küchenteams organisiert seit dem ersten Jahr die Verpflegung. „Es werden jedes Jahr mehr Teilnehmer, aber wir haben Essen und Motivation für noch mehr“, freut sie sich über den wachsenden Andrang.

In diesem Jahr waren 781 Marschierer am Start. „Das sind fast 50 Teilnehmer mehr als im vergangenen Jahr“, freute sich auch Carsten Hofstetter vom Organisationsteam des Wanderevents. Viele dieser Marschierer waren nicht zum ersten Mal in Bödefeld. „Die Atmosphäre bei der Veranstaltung hier ist besonders und alles ist sehr gut organisiert“, schwärmte das Team „Rat Pack“, die mit 14 Teilnehmern an den Start gingen. Die Schwestern Eva und Barbara Proske nutzten die die Wanderveranstaltung für ein Familientreffen. „Ich lebe in Köln und meine Schwester in Berlin – und wir walken gemeinsam in Bödefeld“, freute sich Eva Proske, die beim Marsch im vergangenen Jahr schon am Start war.

Die Wanderer beim Hollenmarsch erfreuten sich an der landschaftlich außergewöhnliche Strecke rund um Hollenhaus, Neuastenberg, Rhein-Weser-Turm und über die Grenzen des Schmallenberger Sauerlandes hinaus. Damit sie die Strecke genießen oder sich auf ihre sportliche Leistung bei Steigungen bis zum 841 Meter hohen „Kahlen Asten“ konzentrieren konnten, hatte das Team der Wegmarkiere bereits im Vorfeld vollen Einsatz gezeigt. Mehr als ein Duzend Bödefelder waren ehrenamtlich im Einsatz und hatten mit Pfeilen, Flatterband und Pfosten die verschiedenen Strecken markiert. Rund 200 ehrenamtliche Helfer waren insgesamt im Einsatz und machten den Hollenmarsch für die zahlreichen Teilnehmer zu einem besonderen Erlebnis.

Quelle: Hollenteam / Verkehrsverein Bödefeld Freiheit und Land e.V.