Olsberg. Egal ob Sport, Kultur, Soziales oder Freizeit: Ehrenamtliches Engagement gibt einer Kommune Profil und sorgt dafür, dass vieles möglich ist, was die „öffentliche Hand“ oder kommerzielle Anbieter allein nicht leisten können – auch in Olsberg. Allerdings: Wie überall wird es zunehmend schwieriger, in der traditionellen Vereinsarbeit Menschen zu gewinnen, die sich engagieren. Grund genug für die Bürgerstiftung „Wir in Olsberg“, hier gegenzusteuern.

Das Ziel: „Wir wollen engagierte Bürgerinnen und Bürger für die Aufgaben im Ehrenamt kompetent und erfolgreich machen“, erklärt Elmar Reuter, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung. In einem ersten Schritt will die Stiftung deshalb Bedarf an Unterstützung und Qualifizierung bei den Ehrenamtlichen der Stadt ermitteln – und zwar in Form einer Umfrage, die in diesen Tagen per Post an alle Olsberger Vereine, Organisationen und Gruppen gegangen ist. „Wir würden uns freuen, wenn die Vereine uns ihre Meinungen, Bedarfe oder Probleme mitteilen – oder einfach Anregungen geben, was aus ihrer Sicht wichtig ist“, so Elmar Reuter. Anhand der Ergebnisse dieser Umfrage sollen dann Angebote „maßgeschneidert“ werden, die sich konkret an den Bedürfnissen vor Ort orientieren.

Ganz sicher gibt es einen Bedarf, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen oder sich für die Freiwilligenarbeit zu qualifizieren“, sind sich die Verantwortlichen der Stiftung sicher, „damit es leichter fällt, sich für bürgerschaftliches Engagement zu entscheiden.“ Die Bürgerstiftung „Wir in Olsberg“ selbst will dabei „eine Plattform schaffen für den Austausch untereinander und darüber hinaus auch Weiterbildung anbieten für Bürgerinnen und Bürger, die Interesse haben sich freiwillig für Zukunftsaufgaben in unserer Gemeinschaft zu engagieren aber noch unentschlossen sind“, heißt es in dem Anschreiben, mit dem sich die Organisation an die heimischen Vereine richtet.

Im Schulterschluss mit den Vereinen sollen passgenaue Angebote wie Vorträge, Workshops oder Arbeitskreise zu Themen „rund um das Ehrenamt“ entwickelt werden. – Wie können wir Nachwuchs für unseren Verein begeistern? Wie können wir die Motivation unserer Mitglieder neu entfachen? Worauf muss ich achten, wenn ich in den Vorstand gewählt worden bin? Wie kommen wir von der Idee zur Umsetzung? Über welche Wege kommen wir an die nötigen finanziellen Mittel für unsere Arbeit heran? – Dies sind nur einige der Fragen, um die es dabei gehen kann.

Gleichzeitig, so Elmar Reuter, werde man prüfen, wo man vorhandene Angebote bestehender Weiterbildungs-einrichtungen sinnvoll mit nutzen kann. Seien neue Angebote gefragt, werde man die Veranstaltungen selbst organisieren – von der Terminierung über die Raumfindung und Versorgung bis hin zu Fragen der Abrechnung. Kosten sollen weder den Vereinen noch einzelnen Teilnehmern entstehen – die Förderung bürgerschaftlichen Engagements sei als eine der Aufgaben in der Stiftungssatzung festgelegt. Willkommener Nebeneffekt: Die Ehrenamtler lernen sich kennen und vernetzen sich dauerhaft.

Die Bürgerstiftung „Wir in Olsberg“ bittet alle Vereine und Organisationen, den zugeschickten Fragebogen auszufüllen und sich an der „Zukunftswerkstatt Ehrenamt“ zu beteiligen. Im Internet kann der Fragebogen zudem unter http://www.stiftung-wir-in-olsberg.de/online-fragebogen ausgefüllt werden. Die Verantwortlichen laden zudem alle Vereine, die aus Versehen keinen Fragebogen erhalten haben sollten, ein, diese Möglichkeit zu nutzen.

Bürgermeister Wolfgang Fischer, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung: „Wir sind davon überzeugt, dass auch die Gesellschaft der Zukunft ohne freiwilliges bürgerschaftliches Engagement nicht auskommen wird.

Quelle: Stadt Olsberg