Medebach. Am Sonntag [17. April 2011] nehmen Tobias Aehlig (Orgel) und Johann Plietzsch (Trompete) ab 18 Uhr ihre Zuhörer mit auf eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Gespielt werden u.a. Werke von Oskar Böhme, Francis Thomé, Gabriel Fauré und Joseph Rheinberger.

Während die Orgel die große Konstante des Konzertabendssein wird, wechselt Johann Plietzsch zwischen Trompete, Flügelhorn und Kornett. Hierbei weiß er seine Zuhörer nicht nur durch die unterschiedlichen Tonfarben der sich in seinem Privatbesitz befindenden Originalinstrumente dieser Epoche zu faszinieren, sondern holt sie ebenso durch sein musikalisches Können in die Stimmung dieser Zeit.

Johannes Plietzsch. Foto: Pressebild

Johannes Plietzsch studierte Trompete an der Musikhochschule Dresden in der Klasse von Prof. L. Güttler und Günter Roßlerund an der Hochschule der Künste in Berlin bei Robert Platt. Es folgte ein weiterführendes Studium mit den Fächern Alte Musik und Barocktrompete an der Musikhochschule Köln bei Friedemann Immer.

1990 gründete er das Barocktrompeten-Ensemble Berlin. Neben einer regen Konzerttätigkeit mit dem Ensemble und als Solist nahm er an zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen teil. Seit 2005 ist Johann Plietzsch Dozent für Barocktrompete, Kammermusik und Orchesterleitung an der Internationalen Sommerakademie für Alte Musik Schloss Wilanow (Warschau). Seit Oktober 2007 ist er Hochschullehrer an der Musikhochschule Poznan(Polen).

Tobias Aehling, Foto: Pressebild

Tobias Aehling begann seine Laufbahn im Knabenchor der St. Hedwigs-Kathedrale (Berlin). Den ersten Orgelunterricht erhielt er bei Dr. Johanna Schell und später bei Domorganist Thomas Sauer. Im Juli 2007 schloss er sein Kirchenmusikstudium an der Universität der Künste in Berlin mit A-Diplom ab. Neben seinen zahlreichen Konzerten als Solist und in namenhaften Ensembles und Chören (Dresdner Kammerchor u.a.) trat er 2004 zusammen mit der Kammerakademie Potsdam als Solist im Rundfunk auf. 2005 war er Stipendiat der Alfred-Sittard-Stiftung. Seit 2008 ist Tobias Aehlig als Dekanatskirchenmusiker für das Märkische Sauerland tätig und legte 2009 zeitgleich das Konzertexamen für Orgel bei Prof. Leo van Doeselaar„mit Auszeichnung“ ab. Im Februar 2010 folgte das Konzertexamen Orgelimprovisation bei Prof. Wolfgang Seifen.

Quelle: Kulturring Medebach