Kreis Soest: „Qualitätsoffensive Bioabfall“ – ZDF dreht für Sendung „planet e“

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Kreis Soest (kso.2019.02.07.063.esg). Der Kreis Soest gilt bundesweit als positives Beispiel, wie durch ein Maßnahmenpaket Störstoffe wie Kunststoffbeutel im Bioabfall erfolgreich eingedämmt werden können. Deshalb drehte ein Team, das für die ZDF-Sendung „planet e“ zum Themenkreis Kunststoffe in der Umwelt unterwegs ist, die Biotonnen-Kontrollen der Kommunalen Betriebe Soest AÖR und die Abläufe in der Kompostierungsanlage der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH (ESG) in Werl. Die Doku soll wahrscheinlich Ende März 2019 ausgestrahlt werden.

Dr. Bertram Kehres von der Bundesgütegemeinschaft Kompost bestätigte in einem Interview vor Ort die Vorbildrolle der ESG und ihrer Partner: „Hochwertiger Kompost kann nur aus hochwertigen Ausgangsstoffen hergestellt werden. Die Qualitätsoffensive Bioabfall im Kreis Soest zeigt, dass eine Verbesserung möglich ist. Dieses Beispiel ist Motivation für andere Landkreise und Entsorgungsunternehmen.

Dreharbeiten bei Bioabfallkontrollen durch den Kommunalbetrieb Soest AÖR. Foto: © Michael Triphaus / ESG
Dreharbeiten bei Bioabfallkontrollen durch den Kommunalbetrieb Soest AÖR. Foto: © Michael Triphaus / ESG

Das Problem der Störstoffe im Bioabfall wurde im Kreis Soest schon vor Jahren erkannt. Während viele Kommunen allein auf technische Maßnahmen und öffentliche Appelle setzen, wurden im Kreis Soest auch die Rahmenbedingungen für die Durchführung der Bioabfallsammlung entscheidend verändert. Die Satzungen von Kreis und Kommunen sehen jetzt vor, dass wiederkehrende Kontrollen der Biotonnen auf Störstoffe zum festen Bestandteil der Abfuhr werden. Die Bürger erhalten bei Fehlbefüllungen unmittelbar eine Rückmeldung. Informationen auf Aufklebern und das Angebot von Papiertüten im Einzelhandel runden diese direkte Öffentlichkeitsarbeit ab.

Rainer Wolf von den Kommunalen Betrieben Soest bringt das Anliegen auf den Punkt: „Letztlich wird die Qualität der eingesammelten Bioabfälle dadurch wirksam geschützt, dass beanstandete Tonnen stehen bleiben. Sie müssen entweder nachsortiert oder gebührenpflichtig bei der Restmüllabfuhr geleert werden. Damit stellen wir im täglichen Abfuhrbetrieb und im Kontakt mit den Bürgern die entscheidenden Weichen für das Funktionieren des natürlichen Wertstoffkreislaufes.

ESG-Geschäftsführer Jürgen Schrewe und Dr. Bertram Kehres von der Bundesgütegemeinschaft Kompost standen Redakteur Michael Nieberg (6w-Film- und Fernsehproduktion) Rede und Antwort (von links). Foto: © Michael Triphaus / ESG
ESG-Geschäftsführer Jürgen Schrewe und Dr. Bertram Kehres von der Bundesgütegemeinschaft Kompost standen Redakteur Michael Nieberg (6w-Film- und Fernsehproduktion) Rede und Antwort (von links). Foto: © Michael Triphaus / ESG

Für viele Bürgerinnen und Bürger im Kreis Soest ist die Sache inzwischen klar: Plastiktüten und auch vermeintlich kompostierbare Tüten dürfen nicht in die Biotonne. Sie haben diese Erkenntnis schnell umgesetzt und verwenden im Haushalt nur noch Zeitungspapier oder Papiertüten. Die so seit 2017 in sehr kurzer Zeit erreichte Verbesserung der Bioabfallqualität ist selbst für Fachleute beeindruckend. Jürgen Schrewe, Geschäftsführer der ESG: „Die seit 2018 verschärften Kriterien der Gütesicherung für Kompost werden im Kreis Soest nicht nur eingehalten, sondern sogar deutlich unterschritten. Das bestätigen die aktuellen Jahreszeugnisse der RAL-Gütesicherung für alle drei Kompostierungsanlagen der ESG. Auf das Ergebnis können alle Beteiligten stolz sein. Diese Qualität müssen wir beibehalten und noch weiter optimieren.

Eine gute Bioabfallqualität sei und bleibe die Grundlage für eine nachhaltige Kreislauf- und Humuswirtschaft in der Region. Sie müsse daher weiter tagtäglich durch sorgfältige Abfalltrennung in den Haushalten und durch die Stichproben-Kontrollen im Abfuhrbetrieb gesichert werden.

Dreharbeiten an der ESG-Kompostierungsanlage Werl. Vor dem Mikrofon ESG-Geschäftsführer Jürgen Schrewe. Foto: © Michael Triphaus / ESG
Dreharbeiten an der ESG-Kompostierungsanlage Werl. Vor dem Mikrofon ESG-Geschäftsführer Jürgen Schrewe. Foto: © Michael Triphaus / ESG

Hintergrund:

Das Thema Kunststoffe in der Umwelt ist zur Zeit eines der beherrschenden Themen in den Medien. Dabei steht insbesondere der umfangreiche Eintrag von Mikroplastik in die Gewässer im Fokus. Bei der Erforschung der möglichen Auswirkungen auf Natur und Umwelt steht die Wissenschaft noch ganz am Anfang. Die Wege wie Kunststoffe in die Umwelt gelangen sind sehr vielfältig. Insbesondere Reifenabrieb und Mikroplastik aus Kleidung und Kosmetik gelangen über das Abwasser in die Gewässer. Aber auch über den Bioabfall und den damit erzeugten Kompost können Kunststoffe auf die Böden gelangen.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest
Fotos: © Michael Triphaus / ESG

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