Kreis Soest (kso.2018.01.10.009.tw). Zur Reduzierung der überhöhten Schwarzwildbestände und zur Verringerung des Risikos einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat die untere Jagdbehörde des Kreises Soest am Montag [08. Januar 2018] eine Allgemeinverfügung zur Aufhebung der Schonzeit für Schwarzwild – ausgenommen Bachen mit gestreiften Frischlingen unter 25 Kilogramm Gewicht – mit sofortiger Wirkung bis zum 31. März 2021 erlassen.

Die aktuelle Entwicklung der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in den östlichen Nachbarländern Polen und Tschechien bedroht verstärkt auch die Tierhaltung in Nordrhein-Westfalen„, erläutert Michael Erkens von der Jagdbehörde des Kreises Soest. „Die Konsequenzen einer Infektion von Haus- und Wildschweinen mit dem ASP-Virus wären schwerwiegend und mit massiven Folgen für die Landwirtschaft und Jagd verbunden. Außerdem entstehen durch die derzeitigen sehr hohen Wildschweinbestände übermäßige Wildschäden auf landwirtschaftlichen Flächen, Sportanlagen sowie Grundflächen in befriedeten Bezirken.

Wildscheine gelten als Überträger der Afrikanischen Schweinepest. Deshalb wurde die Schonzeit für Schwarzwild mit sofortiger Wirkung bis zum 31. März 2021 aufgehoben. Foto: © Thomas Weinstock / Kreis Soest

Wildscheine gelten als Überträger der Afrikanischen Schweinepest. Deshalb wurde die Schonzeit für Schwarzwild mit sofortiger Wirkung bis zum 31. März 2021 aufgehoben. Foto: © Thomas Weinstock / Kreis Soest

Deshalb ist eine intensive Bejagung des Schwarzwildes über mehrere Jahre hinweg notwendig, um diese Gefahrenlage zu entschärfen und die Schwarzwildschäden zu reduzieren„, ergänzt Ralf Hellermann, Dezernent für Ordnung, Straßen, Bau, Kataster, Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz bei der Kreisverwaltung Soest.

Auch in den meisten Naturschutzgebieten ist die Schwarzwildregulierung möglich. Für einige Naturschutzgebiete, insbesondere die Feuchtwiesen, kann im Einzelfall – soweit es Schwarzwildvorkommen gibt – eine naturschutzrechtliche Befreiung zur Bejagung geprüft werden.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest
Foto: © Thomas Weinstock / Kreis Soest