Kreis Soest. Seminarleiterin Sigrid Nelischer ist zufrieden. Die zehn Teil- nehmerinnen, die sich im Rahmen eines Projektes des IHK-Bildungsinstituts auf eine Ausbildung in Teilzeit vorbereiten, sind motiviert und engagiert.

Soviel Einsatz wird belohnt, zwei der jungen Frauen haben bereits Ausbildungsstellen in Aussicht. Es handelt sich um eine Maßnahme im Rahmen des Landesprogramms „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ (TEP).

Gefördert werden soll die Vereinbarkeit von Berufsausbildung und Kindererziehung oder Pflege Angehöriger. „Eine Chance auch für Unternehmen in Zeiten des Fachkräfte-mangels“, ist Peter Steffens, stellvertretender Geschäftsführer des IHK-Bildungs-institutes, sicher. „Unser Seminar erweitert die Liste möglicher Bewerberinnen und Bewerber.“ Ursula Rode-Schäfer, Geschäftsführerin der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, hofft auf eine entsprechende Resonanz. „Wir hoffen, dass noch mehr Unternehmen Ausbildungsplätze in Teilzeit zur Verfügung stellen und alle Teil- nehmerinnen zum 1. August 2011 eine Chance erhalten“, appelliert sie.

Ursula Rode-Schäffer, Geschäftsführerin der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, Peter Steffens, stellvertretender Geschäftsführer des IHK-Bildungsinstituts, und Seminarleiterin Sigrid Nelischer (stehend von links) mit Teilnehmerinnen des TEP-Projekts des IHK-Bildungsinstituts. Foto. Wilhelm Müschenborn/Kreis Soest

Das NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales will mit TEP die Möglichkeit der Teilzeitberufsausbildung bei Menschen ohne Erstausbildung mit Elternpflichten oder mit Pflegeaufgaben, aber auch bei Ausbildungsbetrieben bekannt machen. Zwischen ihnen sollen betriebliche Ausbildungsverhältnisse in Teilzeit angebahnt werden. Die Teilnehmerinnen werden bis zum 31. Juli 2011 auf den Übergang in eine Teilzeit-Ausbildungsstelle (zum Beispiel mit Potenzialanalyse, Bewerbungstraining, Nutzung der Jobmappe NRW, Selbstlernmöglichkelten, Coaching, betrieblichen Praktika) vorbereitet. Außerdem erhalten sie Unterstützung bei der selbständigen Suche nach einem Ausbildungsplatz in Teilzeit und werden als Auszubildende über maximal acht Monate in der betrieblichen Teilzeitausbildung begleitet.

Die Ansprechpersonen beim Maßnahmeträger geben unter anderem Hilfestellung für die Auszubildenden, die Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen und die zuständigen Stellen wie Kammern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dabei unterstützt, Familie und Anforderungen der betrieblichen Teilzeitausbildung miteinander zu vereinbaren.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW fördert das Programm „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ (TEP) im Rahmen des ESF-kofinanzierten Landesprogramms „Brücken bauen in den Beruf“. Interessierte Unternehmen können sich bei der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland melden, Telefon 02921/303499, oder beim IHK-Bildungsinstitut, Telefon 02921/590233.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest