Kreis Soest (kso.2016.05.09.180.lk/-rn). Längst stehen Lehrkräfte aller Schulformen vor der Herausforderung, Kinder und Jugendliche zu unterrichten, die erst vor kurzem nach Deutschland kamen und über keine Deutschkenntnisse verfügen. Wie aktuell dieses Thema ist, zeigt auch eine große Resonanz auf die Qualifizierungsreihe „Blicke weiten – Zuhause im Kreis Soest: Deutsch als Zweitsprache (DaZ)“, die das Kommunale Integrationszentrum (KI) in enger Kooperation mit dem Kompetenz-Team organisiert.

Aufgrund der hohen Zahl von Anmeldungen werden schon Wartelisten geführt. Deshalb ist ein vierter Durchlauf der dreitägigen Qualifizierung sowohl im Bereich der Grundschulen als auch im Bereich der weiterführenden Schulen und Berufskollegs in Vorbereitung. Zurzeit findet der dritte Durchgang statt. Im Grundschulbereich haben bereits 75 Lehrkräfte von mehr als 40 unterschiedlichen Grundschulen kreisweit das Angebot wahrgenommen. Im Bereich der Sekundarstufe verteilten sich die 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf 35 unterschiedliche Schulen aus dem Kreisgebiet. „Eine Schule hat zudem eine Schulung für ihr gesamtes Kollegium durchgeführt„, berichtet KI-Mitarbeiterin Linda Kratzel.

Die Qualifizierungsreihe „Deutsch als Zweitsprache" wird von Lehrkräften im Kreis Soest stark nachgefragt. Foto: © Linda Kratzel / Kreis Soest

Die Qualifizierungsreihe „Deutsch als Zweitsprache“ wird von Lehrkräften im Kreis Soest stark nachgefragt. Foto: © Linda Kratzel / Kreis Soest

Die Pädagoginnen und Pädagogen erhalten nicht nur eine erste Qualifizierung in Sache Deutsch als Zeitsprache, sondern auch die Möglichkeit, sich in regelmäßigen Abständen mit Kolleginnen und Kollegen zu dem Thema auszutauschen. Außerdem entwickeln die Lehrkräfte in der Qualifizierungsreihe Unterrichtsideen, die sie dann in der Praxis erproben.

Das Spektrum der Schülerinnen und Schüler ist sehr groß. Manche haben bereits lange die Schule besucht und können nicht nur in ihrer Herkunftssprache, sondern auch beispielsweise in Englisch sprechen und schreiben. Andere wiederum konnten aufgrund der Situation in ihren Herkunftsländern keine Schule besuchen und sind somit gar nicht alphabetisiert.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest