Kreis Soest (kso.2016.05.13.201.nb/-rn). Der Veterinärdienst des Kreises hat am 13. Mai 2016 die Amerikanische Faulbrut der Bienen auf dem Gebiet der Stadt Werl amtlich festgestellt.

Es wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer um den Ausbruchsort (Ursulinenkloster, Neuerstraße 11) eingerichtet. Der Sperrbezirk wurde in einer Allgemeinverfügung gleichen Datums abgebildet und kann auf der Internetseite des Kreises Soest (www.kreis-soest.de) eingesehen werden.

Auf den Menschen ist die Amerikanische Faulbrut nicht übertragbar. Gewonnener Honig kann bedenkenlos verzehrt werden„, betont Veterinärin Dr. Nathalie Brüssow. Die Besitzer von Bienenvölkern in Werl sind gehalten, ihre aktuellen Standorte mit der Anzahl der Völker dem Veterinärdienst des Kreises Soest, Boleweg 110-112, 59494 Soest, Telefon 02921-302195, mitzuteilen.

Nach dem Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut der Bienen in Werl wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer um den Ausbruchsort eingerichtet. Foto: © Thomas Weinstock / Kreis Soest

Nach dem Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut der Bienen in Werl wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer um den Ausbruchsort eingerichtet. Foto: © Thomas Weinstock / Kreis Soest

Bienenvölker und Material (zum Beispiel Waben, Wabenabfälle) dürfen nicht in oder aus dem Sperrbezirk verbracht werden. Der Zukauf von Bienen sollte generell nur mit gültigen Gesundheitsbescheinigungen erfolgen.

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die die Brut der betroffenen Bienenvölker befällt. Die Brut stirbt größtenteils ab, was zur Folge hat, das die Zahl der Bienen in dem Volk immer geringer wird und das Volk schließlich nicht mehr die notwendige Stärke aufweist, um zu überwintern.

Die amerikanische Faulbrut gehört zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen, Standort Arnsberg, hatte den positiven Befund dem Veterinärdienst des Kreises Soest am Freitagmorgen [13. Mai 2016] mitgeteilt. Der betroffene Bienenstand muss gesperrt werden und es muss ein Sperrbezirk eingerichtet werden. Im Sperrbezirk sind alle Bienenvölker und Bienenstände auf Amerikanische Faulbrut zu überprüfen.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest