Bestwig / Ramsbeck. Ihr Formen- und Farbenspiel kennt kaum Grenzen – und mehr noch: „In Mineralien spiegeln sich Millionen Jahre Erdgeschichte wider“, weiß Peter Penkert vom Sauerländer Besucherbergwerk. Dementsprechend viel zu entdecken gab es jetzt beim Ramsbecker Mineralientag im Bergbaumuseum.

18 Aussteller aus ganz NRW, aber auch darüber hinaus präsentierten kleine und große Kostbarkeiten – und sie informierten über die Geschichte, die zu ihrer Entstehung und Farbprägung geführt hat. Der „Ausflug in die Erdgeschichte“ ging in diesem Jahr sogar noch ein ganzes Stück weiter: „Boten aus dem Weltall“ nennen Bergbau-Ingenieur Peter Penkert und seine Ehefrau Gabi Stücke von Eisenmeteoriten, die kleine und große Besucher in den Räumen des Bergbaumuseums in Augenschein nehmen konnten.

Im Vergleich zu ihren irdischen Gegenstücken sind die kleinen, dunklen Eisenmeteoriten eher unscheinbar – weniger spannend ist ihre Geschichte aber deswegen nicht. Im Gegenteil: „Die Prozesse, die zur Bildung von Meteoriten beitragen, sind denen ähnlich, die auch auf der Erde stattfinden“, weiß Peter Penkert – deswegen gelten auch so genannte „extraterrestrische Gesteine“ oder kosmischer Staub als Minerale. Nach ihrem Weg durch die Weiten des Kosmos haben solche Meteoriten auch auf der Erde oft einen langen Weg hinter sich. „Sie werden ganz häufig in Nordafrika gefunden“, erläutert Peter Penkert – weil es dort heiß und vor allem auch trocken ist, rostet die aus Eisen bestehenden Meteoriten dort nicht so schnell wie zum Beispiel in Mitteleuropa.

Millionen Jahre an Erdgeschichte spiegeln sich im Farb- und Formenreichtum von Mineralien: Das Angebot im Sauerländer Besucherbergwerk war riesig. Foto: Gemeinde Bestwig

Millionen Jahre an Erdgeschichte spiegeln sich im Farb- und Formenreichtum von Mineralien: Das Angebot im Sauerländer Besucherbergwerk war riesig. Foto: Gemeinde Bestwig

Doch auch weniger exotische Stücke gab es im Sauerländer Besucherbergwerk zu sehen – zum Beispiel Erze aus Ramsbeck und Umgebung. Peter Penkert: „Wir wollen deutlich machen, dass Mineralien nicht nur schön anzusehen sind, sondern dass Geschichte dahinter steckt.“ Neben den eigentlichen Mineralien und Fossilien war ebenso ausgefallener Schmuck abseits der Massenproduktion im Angebot: „Ziel ist es, eben nicht nur die eingefleischten Sammler ansprechen, sondern auch Interessierte, die einfach Spaß an schönen Steinen haben“, so der Bergbau-Ingenieur.

Für das kommende Jahr ist eine Wiederholung des Ramsbecker Mineralientages geplant. Weitere Infos zum SBW gibt es auch unter www.sauerlaender-besucherbergwerk.de im Internet.

Quelle: Gemeinde Bestwig