Arnsberg: Von München zurück ins Sauerland

Erfahrene Fachärztin für Urologie baut Kontinenzzentrum für das Hochsauerland auf

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Arnsberg. Wenn Dr. med. Anja Brinkmann von ihrem Beruf als Ärztin spricht, dann merkt man schnell, dass sie die Aufgabe Patienten zu heilen und Menschen zu helfen, fasziniert. Die gebürtige Neheimerin hat sich schon in der Schulzeit für den Arztberuf entschieden, erzählt sie.

Nach dem Abitur am Graf-Gottfried-Gymnasium in Arnsberg ging es zum Medizinstudium nach Marburg. Es folgte eine Promotion am Universitäts-Hospital Malmö, Schweden, bevor sie zum Praktischen Jahr und anschließender Facharztausbildung ans Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München wechselte. An München interessiert sie das breite kulturelle Angebot der Großstadt, die Nähe zu den Bergen mit den zahlreichen Outdoor-Sportmöglichkeiten und nicht zuletzt die Aufgabe als Assistenzärztin in einer renommierten Klinik.

Nach Abschluss der Facharztprüfung Urologie begann sie dann ihre Spezialisierung auf dem Gebiet der Urogynäkologie im Beckenboden Zentrum München, wo sie 2015 die Position der Zentrumskoordinatorin übernommen und die Weiterentwicklung des medizinischen Versorgungsangebotes in leitender Funktion mitgestaltet hat. Den Kontakt zur Heimat, der Familie in Neheim und den Freunden in der Region hat die heute 42-jährige Medizinerin dabei nie verloren.

Das war eine tolle Zeit in München. Ich habe viel für den Arztberuf gelebt, in der Freizeit was mit der Familie, Freunden und Kollegen unternommen und bin in den Ferien zudem oft in die alte Heimat gependelt“, sagt Dr. Anja Brinkmann in der Rückschau und ergänzt: „Doch wenn man eine eigene Familie hat mit heute zwei Kindern (1 und 10 Jahre) und den Wunsch auch mal in einem eigenen Haus zu leben, dann lässt sich diese Vorstellung hier im Sauerland doch deutlich besser realisieren als in der Großstadt“.

Dr. med. Anja Brinkmann, Leitende Ärztin des Kontinenzzentrums (2. von links) - Ioanis Paliakoudis, Chefarzt (komm.) der Klinik für Urologie (3. von links) - Uwe Zorn, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeralchirurgie und Koloproktologie (4. von links) - Dr. med. Norbert Peters, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (4. von rechts) - Bert Hoffmann, Standortleiter Marienhospital (3. von rechts) mit dem Praxisteam. Foto: © Klinikum Hochsauerland
Dr. med. Anja Brinkmann, Leitende Ärztin des Kontinenzzentrums (2. von links) – Ioanis Paliakoudis, Chefarzt (komm.) der Klinik für Urologie (3. von links) – Uwe Zorn, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeralchirurgie und Koloproktologie (4. von links) – Dr. med. Norbert Peters, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (4. von rechts) – Bert Hoffmann, Standortleiter Marienhospital (3. von rechts) mit dem Praxisteam. Foto: © Klinikum Hochsauerland

Um aus dem Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen, hatte sich Dr. Anja Brinkmann daher bereits vor einiger Zeit aktiv nach neuen beruflichen Perspektiven in der alten Heimat umgesehen. „Ich hatte mir in München fachlich etwas aufgebaut, das wollte ich hier fortführen“ sagt sie „musste aber schnell feststellen, dass es weder in Arnsberg noch irgendwo anders im HSK bis dato ein Kontinenzzentrum gab“. Die Expertin für diesen speziellen Bereich der Urologie sah dies als Chance und erkannte, dass das Klinikum Hochsauerland die besten Voraussetzungen zum Aufbau eines Kontinenzzentrums bot.

Mit der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Chefarzt Dr. Norbert Peters, der Klinik für Urologie mit Chefarzt (komm.) Ioanis Paliakoudis, der Klinik für Allgemein-, Viszeralchirurgie und Koloproktologie mit Chefarzt Uwe Zorn waren hier bereits die für ein solches Zentrum wesentlichen Fachdisziplinen etabliert.

Mit ihrer Idee und ihrer Erfahrung als Koordinatorin des Beckenboden-Zentrums München wandte sie sich dann an die Geschäftsführung des Klinikums Hochsauerland und fand schnell ein offenes Ohr. Nach einigem Vorlauf war es dann soweit und seit September 2018 baut Dr. Anja Brinkmann als leitende Ärztin das Kontinenzzentrums im Klinikum Hochsauerland auf. Seit Anfang Januar 2019 steht nun die neue Sprechstunde des Kontinenzzentrums den
Patienten in frisch renovierten Räumlichkeiten am Standort Marienhospital zur Verfügung.

Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums Hochsauerland freut sich, dass das Klinikum Hochsauerland wie auch die Region in der Wahrnehmung potenzieller Rückkehrer zunehmend an Wertigkeit und Attraktivität gewonnen hat und erklärt mit einem Augenzwinkern: „Frau Dr. Brinkmann ist aktiv auf uns zugekommen und hat sich die Arbeit sozusagen selbst mitgebracht“.

Fachübergreifende Zusammenarbeit als Grundlage für Behandlungserfolg

Dr. Anja Brinkmann macht deutlich: „Im Kontinenzzentrum des Klinikums Hochsauerland arbeiten spezialisierte Fachärzte aus Gynäkologie, Urologie und Chirurgie eng zusammen, um gemeinsam für die Patientinnen und Patienten nach kompetenter und differenzierter Diagnostik eine optimale Behandlung anbieten zu können. Zu unserem Team zählen zudem Physiotherapeuten und Fachpflegekräfte, die sich auf die Versorgung von Beckenbodenerkrankungen spezialisiert haben“.

Beckenbodenerkrankungen weit verbreitet und häufig heilbar

In Deutschland gibt es über 9 Millionen Betroffene, die unter Blasenschwäche, Darmschwäche oder anderen Beckenbodenerkrankungen leiden. Viele Betroffene sprechen nicht gerne über das „Tabuthema“. Dabei ist es sehr wichtig, offen mit den Leiden umzugehen, denn Inkontinenz sehr häufig heilbar.

Kontinenzsprechstunde bietet Beratung und Unterstützung

Mit der Kontinenzsprechstunde wurde am Klinikum Hochsauerland Standort Marienhospital nun ein Versorgungsangebot eingerichtet, dass Betroffenen eine qualitativ hochwertige Therapie gepaart mit individueller, diskreter und persönlicher Betreuung ermöglichen soll. Zur Vereinbarung eines geeigneten Sprechstundentermins steht das Sekretariat des Kontinenzzentrums unter folgenden Kontaktdaten sehr gerne zur Verfügung: Telefon: 02931 870-244581 (Mo bis Do, zwischen 8 und 13 Uhr) oder E-Mail: kontinenzzentrum@klinikum-hochsauerland.de.

Quelle: Klinikum Hochsauerland
Foto: © Klinikum Hochsauerland

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