Arnsberg: TuS Niedereimer – Einstimmiger Beschluss zum Kunstrasenbau

Rekordbesuch bei Zukunftsweisender Jahreshauptversammlung

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Arnsberg / Niedereimer. Als Tim Tenner und Uwe Taubitz am Samstag [19. Januar 2019] um 18.00 Uhr die letzten Vorbereitungen zur 109. Jahreshauptversammlung des TuS Niedereimer erledigten war die Anspannung deutlich zu spüren. Der derzeit 734 Mitglieder starke Verein musste an diesem Tag wichtige Entscheidungen treffen. Und dazu sind mindestens 10% der Mitglieder, also 74 stimmberechtigte, notwendig.

In der Vergangenheit lag man oft knapp unter dieser magischen Grenze. Deshalb wurde dieses Mal auch die Werbetrommel gerührt. Und das mit Erfolg. Mit 112 Besuchern platzte das Sportheim aus allen Nähten. Deutlich erleichtert eröffnete der 1. Vorsitzende Tim Tenner pünktlich um 19.10 Uhr die Sitzung.

Als erstes musste er davon berichten, dass aufgrund eines Formfehlers bei der letzten Jahreshauptversammlung die neue Satzung vom Amtsgericht nicht anerkannt wurde. Außerdem wurde die Wahl von Mario Orlando als Kassierer nicht akzeptiert. Beide Punkte wurden später am Abend ausführlich besprochen und ein weiteres Mal zur Abstimmung gebracht. Sowohl die neue Satzung, als auch die Wahl von Mario Orlando wurden einstimmig und Formgerecht angenommen.

Einstimmige Entscheidung für Kunstrasen

Als einer der ersten Tagesordnungspunkte wurde das Kunstrasenprojekt behandelt. Uwe Taubitz als Geschäftsführer und federführendes Mitglied der im letzten Jahr gegründeten Kunstrasenkommission, präsentierte alle Abläufe, Angebote und Finanzierungsmöglichkeiten auf großer Leinwand. Die Darstellung war sehr gut vorbereitet, dass nur wenige Fragen aufkamen, die aber alle zur Zufriedenheit beantwortet wurden.

Foto: © Tus Niedereimer
Foto: © Tus Niedereimer

Nach intensiven Gesprächen mit 5 verschiedenen Herstellern und einem kollegialen Austausch mit diversen Nachbarvereinen schlug Taubitz das Angebot der Firma Sportplatzbau Kraft aus Fuldatal zur Abstimmung vor. Dieses sieht den Austausch der Oberfläche von Asche auf einen modernen Juta Team Master Kunstrasen vor.

Die Kosten für diese Maßnahme betragen ca. 266.000 Euro.
Dazu kommen noch folgende Positionen:
Austausch der Platzbeleuchtung: 5.000 Euro
Neubau Sprunggrube/Anlauf: 13.157 Euro
Pflasterarbeiten Randstreifen: 8.500 Euro (Bei Eigenl:ca 4.000 Euro)
Ungeplante Positionen (Sicherheit): 12.053 Euro (Bei Eigenl. 16.553 Euro)
Die geplanten Gesamtkosten liegen also bei 305.000 Euro

120.000 Euro dieser Summe trägt die Stadt Arnsberg. 15.000 Euro Eigenkapital stehen dem TuS zur Verfügung. Die fehlenden 170.000 Euro sollen durch einen Zinsgünstigen Kredit finanziert werden. Den Tilgungsplan stellte Taubitz ebenfalls sehr transparent dar. So wird ein Teil der Belastung durch einen geringen Abteilungsbeitrag der Fußballer, die ja den Platz hauptsächlich nutzen, getragen. Der allgemeine Mitgliedsbeitrag soll hingegen erst einmal nicht angehoben werden.

Der Kunstrasen Ausschuss präsentierte zudem Maßnahmen mit denen Zusätzliche Mittel gesammelt werden sollen. Taubitz betonte aber deutlich, „Das keine dieser Aktionen in die Finanzierung einberechnet wurde. Wir gehen davon aus, dass wir schon viele Parzellen verkaufen werden und ebenso mit unseren tollen Veranstaltungen Geld einnehmen werden. Dies ist aber eine Unbekannte Größe. Mit dieser gewissen Unsicherheit können wir nicht, möchten wir nicht und werden wir definitiv nicht in dieses Projekt starten. Wir als Verein können den Vorgestellten Betrag stemmen. Jeder Zusätzlich eingenoomene Euro sorgt dafür, dass wir zum Beispiel wesentlich schneller Tilgen können und auch weiterhin die Abteilungen mit gutem Material versorgen können.

Neben diversen kleineren Aktivitäten stechen hier vor allem der Parzellenverkauf und das im Sommer geplante Festival „Open Arnsberg“ hervor. Jeder Unterstützer kann auf der Homepage www.projekt-herzrasen.de eine virtuelle Parzelle des Sportplatzes erwerben und somit den Verein unterstützen. Bereits kurz nach der Sitzung wurde das Angebot wahrgenommen und die ersten grünen Stellen konnten auf der Website gesichtet werden.

Die Toten Hosen und Volbeat vereint auf einer Bühne

Das „Open Arnsberg“ wird 2019 zum ersten Mal stattfinden. Am Wochenende vom 30. August 2019 bis zum 01. September 2019 wird im Seufzertal auf dem Gelände der Muffrikaner Schützen an 3 Tagen gefeiert. Freitags [30. August 2019] zu den besten Fetenhits der letzten Jahrzehnte mit dem DJ Beatbaer. Am Samstag [31. August 2019] beginnt das Festival mit diversen einheimischen Bands ehe mit Alex im Westerland Deutschlands beste Toten Hosen und Ärzte Coverband die Bühne stürmt. Als finaler Hauptakt an diesem Tag konnte Still Counting aus Hessen gewonnen werden. Sie gelten Europaweit als authentischste Volbeat Tribute Band. Der Sonntag [01. September 2019] wiederum gehört der ganzen Familie. Hier sorgen ein buntes Bühnenprogramm und verschiedene Stationen für kurzweile bei Groß und Klein.

Foto: © Tus Niedereimer
Foto: © Tus Niedereimer

Nach der ausführlichen Vorstellung des sogenannten Projekt-HerzRasen durften nun die Mitglieder über die Durchführung entscheiden. Als die Wahl einstimmig angenommen wurde brach spontaner Jubel im Vereinsheim aus. Das ganze Dorf freut sich nun auf dieses große Projekt mit dem vor allem die Jugendarbeit der Fußballer gesichert werden kann.

Weniger Altpapier zur Verfügung

Nach einer kurzen Pause folgte der Jahresbericht des Vorsitzenden. Da der Hauptvorstand nun schon einige Jahre eingespielt ist, wusste er von einer soliden Arbeit zu berichten. Er bedankte sich neben allen ehrenamtlichen Trainern und unterstützender ganz besonders bei Uwe Taubitz und Tobias Baier für den überdurschnittlichen Einsatz im vergangenen Jahr.

Zu den Jährlichen Terminen gehören auch wieder der Kinderkarneval am Rosenmontag und die Familienwanderung am 14. September 2019. Die vierteljährliche Altpapiersammlung der TuS Jugend erwähnte er als einen wichtigen Baustein zur Finanzierung der Jugendarbeit. Leider aber ging die gesammelte Menge stetig zurück. So wurden im letzten Jahr mit 79 Tonnen deutlich weniger Altpapier zur Sammlung zur Verfügung gestellt. Ebenso musste er leider Mitteilen, dass der Trainer der 1. Mannschaft zum Jahreswechsel sein Amt niedergelegt hat.

Sven Kremer wird vorerst durch Siggi Sölken, Dennis Geßner und Christian Vogt ersetzt. Gespräche mit potenziellen Nachfolgern laufen aber bereits. Tenner bedankte sich für die top Arbeit die Sven Kremer über mehrere Jahre geleistet hat. Wie auch bereits bei der Jugendversammlung am Nachmittag wurde auch am Abend über die sehr gute Jugendarbeit berichtet. Die Spielgemeinschaft mit dem TuS Bruchhausen läuft seit Jahren auf einer guten Ebene. Bedanken wollte sich Tenner auch bei Katrin Stahl die mit ihren 3 Kursen, Inddor Bike, Workout und Yoga ebenso wie die anderen engagierten Trainer der Sportgruppen für ein breites Angebot des Vereins sorgt. Auch die Walking Gruppe um die Leiter Renate Wiegelmann und Klaus Hagedorn wurde besonders gelobt.

Solide Kassenlage, Schuldenfrei ins neue Jahr

Robin Schüttler konnte in seinem ersten Kassenbericht durchweg positive zahlen verkünden. Vor allem der Hinweis, dass das Darlehn der Veltins Brauerei gemeinschaftlich „weggetrunken“ wurde und wir somit schuldenfrei sind stoß auf ein breites Lächeln der Versammlung. Die Kassenprüfer konnten die genannten Zahlen im Bericht bestätigen und bitten die Versammlung um die Entlasstung des Vorstands. Auch diese Abstimmung wurde ohne Gegenstimme für den Vorstand angenommen.

Wahlen

Keine Überraschungen gab es auch bei den Wahlen. Alle Positionen konnten wiedergewählt werden. Das war neben Mario Orlando auch Tim Tenner als 1. Vorsitzender, Uwe Taubitz als Geschäftsführer und Peter Palm als Sozialwart. Neuer Fußballobamnn ist Uwe Wiegelmann. Kevin Requille und Michael Wellmann sind jetzt als Beisitzer mit im Team.

Zum Schluss konnte Marion Erb noch diverse Sportabzeichen verleihen bevor die Versammlung um 22.40 Uhr mit dem Vereinslied geschlossen wurde. Anschließend wurde noch lange im Sportheim verweilt und neugierig der Parzellenplan des Projekt HerzRasen begutachtet.

Quelle: TuS Niedereimer
Fotos: © Tus Niedereimer

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