Arnsberg: Kaiser-idell – Erstmals historischer Werksfilm im Kunst-Werk zu sehen

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Arnsberg. Klassiker, Kommissar-Leuchte, Design-Ikone – die Leuchten der Serien Kaiser idell sind noch heute wohlbekannt und begehrte Museumstücke. Von 1934 bis in die 1980er Jahre hinein produzierte die Neheimer Firma Gebr. Kaiser in der Möhnestraße die Leuchten nach den Entwürfen des Designers Christian Dell zu zigtausenden.

Wie war das möglich?

Der Diplom-Designer Peter Kaiser aus Neheim sowie Peter Kleine, Vorsitzender des Heimatbundes Neheim-Hüsten und Fachbereichsleiter für Kultur der Stadt Arnsberg, gehen der Erfolgsgeschichte in einem Vortrags- und Filmabend am Donnerstag [24. Januar 2019] um 19.30 Uhr auf den Grund. Der Veranstaltungsort liegt an historischer Stelle, nämlich der ehemaligen Lehrwerkstatt von Gebr. Kaiser im Kunst-Werk am Kaiserhaus, Möhnestraße 59 in 59755 Arnsberg-Neheim.

Foto: © S. Bannach
Foto: © S. Bannach

Im Mittelpunkt des Abends steht ein für unsere Region einzigartiger Werksfilm aus dem Jahre 1938: Er zeigt sehr genau die Produktionsabläufe in der Leuchtenindustrie am Beispiel der Firma Gebrüder Kaiser. Deutlich wird, über welch enormes Innovationspotential die heimische Leuchtenindustrie seit den 1920er Jahren verfügte. Der Film wird erstmals in voller Länge gezeigt. Anhand des Films aber auch weiterer Quellen und Leuchtenobjekte verfolgen die beiden Referenten weitere Fragen rund um die Serie Kaiser idell.

Was führte Christian Dell, Meister am Bauhaus, später dem Neuen Frankfurt nahestehend, mit dem Unternehmen im Sauerland zusammen? Welche Ideen beeinflussten Dells Entwürfe? Wie innovativ waren seine Entwürfe? Wie konnte ein so enormer Bedarf nach Arbeitsleuchten dieser Art entstehen? Vor allem aber – hier schließt sich der Kreis zum Film – wieso waren Unternehmen in der Provinz bereit für Bauhaus-Designer?

Der Abend ist ein Teil des Programms zur Ausstellung luXgut, die noch bis Ende Januar 2019 werktags von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu sehen ist. Der Eintritt ist frei.

Quelle: Stadt Arnsberg
Foto: © S. Bannach

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