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Winterberg (ots). Am Donnerstagmorgen [26. November 2015] meldete sich um 07:30 Uhr eine Zeugin beim Notruf der Polizei Hochsauerlandkreis. Sie berichtete von Hilferufen eines Mannes, der in der Nachbarschaft wohnt. Sofort wurden der Rettungsdienst und die Feuerwehr informiert.

Als die Rettungskräfte und die Polizei dann an dem betroffenen Wohnhaus an der Birkenstraße in Züschen eintrafen, wurden fünf Personen (drei Erwachsene und zwei Kinder) in beziehungswiese vor dem Haus gefunden. Die Zeugin hatte einer Frau und zwei Kindern bereits geholfen, das Gebäude zu verlassen. Ein Mann war zu diesem Zeitpunkt bewusstlos, erlangte das Bewusstsein aber wenig später wieder. Alle Betroffenen, die noch nicht vor dem Haus waren, wurden sofort aus dem Gebäude gebracht und notärztlich versorgt. Anschließend wurden sie in Krankenhäuser gebracht.

Die beiden Männer (37 und 54 Jahre alt) und die beiden Kinder im Alter von 2 und 3 Jahren sind außer Lebensgefahr. Die 30-jährige Mutter der Kinder, für die zunächst von Lebensgefahr ausgegangen werden musste, befindet sich stationär in einem Krankenhaus, eine Gefahr für ihr Leben besteht aber nicht mehr. Auch die 51 Jahre alte Zeugin musste in ein Krankenhaus transportiert werden. Auch sie hatte giftige Gase eingeatmet, als sie den Hausbewohnern selbstlos zur Hilfe gekommen war.

Messungen in dem Gebäude ergaben eine erhöhte Konzentration von Kohlenmonoxid, die nach bisherigem Stand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen mit großer Wahrscheinlichkeit mit der Heizungsanlage des Hauses in Zusammenhang steht und die zu den Symptomen bei den Hausbewohnern geführt hat. Diese Heizungsanlage war erst kürzlich installiert worden. Die Ermittlungen zu den genauen Ursachen dauern an.

Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis
Foto: © HSK-Aktuell