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Winterberg/Sauerland. Ein kleines Jubiläum stand im Mittelpunkt der Mitglieder-versammlung der Wintersport-Arena Sauerland. Vor zehn Jahren haben sich die Skigebiete und Kommunen entlang des Rothaarkamms zusammengeschlossen, um gemeinsam den Wintersport in der Region voranzubringen. Mit Erfolg: Mehr Schneesicherheit, mehr Saisontage, mehr Komfort für den Gast – und mehr Einkünfte nicht nur für touristische Betriebe lassen sich in klaren Zahlen belegen.

Lag die Summe Betriebstage in den 90er Jahren noch bei unter 50 pro Saison, so laufen die Lifte in den beschneiten Gebieten nun durchschnittlich 100 Tage. Zwei Sessellifte gab es früher in der Region, in Willingen und in Fort Fun. Inzwischen sind es 14 Sessellifte und eine Gondelbahn. Während vor dem Start des Pilotprojektes 2002 in Neuastenberg nur sehr vereinzelt Schnee-Erzeuger im Einsatz waren, sind es nun 380. Die Zahl der Flutlichthänge für Skispaß bis in die späten Abendstunden kletterte von fünf auf 38.

Schneekanone im Einsatz. Foto: Wintersport-Arena Sauerland

Schneekanone im Einsatz. Foto: Wintersport-Arena Sauerland

Ein umfangreiches Internetportal mit einer komplexen Datenbank, die über eine Schnittstelle Schneelageangaben in alle großen Wintersportportale national und international verbreitet, ist eine weitere Errungenschaft der Wintersport-Arena Sauerland. Durch gemeinsames Auftreten und Informationsservice wie diesen ist die Region deutlich stärker in den Fokus von Gästen und Medien gerückt. „Diese mediale Aufmerksamkeit hätten wir ohne diesen Zusammenschluss nicht erreicht“, betonte Vorstandsmitglied Christoph Klante.

Entwicklungen wie die Qualitätssteigerung durch Zertifizierungen bei Skiverleihern und Skischulen sowie der Ticketverbund Wintersport-Arena CARD, zu dem inzwischen acht Skigebiete gehören, gehen ebenfalls auf das Konto der Wintersport-Arena. Liftbetreiber, Kommunen und Kreise sitzen gemeinsam am Tisch, um ihre Angebote stetig zu verbessern und weiter zu entwickeln.

Foto: Wintersport-Arena Sauerland

Foto: Wintersport-Arena Sauerland

95 Millionen Euro sind innerhalb von zehn Jahren in den direkten Ausbau der Wintersport-Arengebote geflossen. Anschub für diese Investitionsspirale leisteten in den Anfangsjahren Förderungen des Landes NRW in einer Gesamthöhe von 4,3 Millionen Euro. „Diese Zahlen zeigen das enorme privatwirtschaftliche Engagement“, betont Michael Beckmann, Vorsitzender der Wintersport-Arena Sauerland.

Durch all diese Maßnahmen stieg die Zahl der Winterurlauber in der Region auf bis zu 1 Million pro Saison. Der dadurch hergeleitete Wintersport-Bruttoumsatz ist laut Masterplan 2.0 im Winter 2012/2013 auf 142 Millionen Euro gestiegen. Dass nicht nur die Skigebiete davon profitieren, zeigt der Anteil von lediglich 11,5 Prozent, der auf die reinen Lifttickets entfällt. Insgesamt hängen in der Wintersport-Arena Sauerland 1700 Vollzeitstellen vom Wintertourismus ab. Studien belegen, dass in allen beteiligten Kommunen der Anteil des durch den Wintertourismus erzielten Umsatzes bei mindestens 50 Prozent des Jahresum-satzes liegt, betont Beckmann.“Tourismusförderung sei reine Wirtschaftsförderung .Nur aus diesem Grund machen wir das.

Inzwischen gibt es 14 Sessellifte und eine Gondelbahn in der Wintersport-Arena Sauerland. Foto: Wintersport-Arena Sauerland

Inzwischen gibt es 14 Sessellifte und eine Gondelbahn in der Wintersport-Arena Sauerland. Foto: Wintersport-Arena Sauerland

Der Wintersport-Arena-Vorstand richtete den Blick nicht nur in die Vergangenheit, sondern präsentierte auch Pläne für eine künftige Weiterentwicklung. So widmet sich der Masterplan 2.0 der Unterstützung kleinerer Skigebiete. Die Studie enthält unter anderem Vorschläge für eine erfolgreiche Positionierung vor dem Hintergrund der großen Anbieter im Kerngebiet der Wintersport-Arena.

Zudem arbeitet das Projektbüro gemeinsam mit der Sporthochschule Köln an Möglichkeiten der Refinanzierung des nordischen Wintersportbereiches. Da Loipenbetreiber in der Region fast alle ohne Eintrittsgelder auskommen müssen, soll ein Modell auf freiwilliger Basis Mittel generieren und nach einem bestimmten Schlüssel verteilen. Die Initiatoren wollen die Maß- nahmen in den nächsten Wochen vorstellen und noch in diesem Winter eine Testphase starten. Vor diesem Hintergrund lobte Beckmann das bisher geleistete große ehrenamtliche Engagement der Vereine bei der Beschilderung, Pflege und Erhaltung der Strecken.

Quelle: Wintersport-Arena Sauerland