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Winterberg (ske). Es ist ein erster Leckerbissen, der Appetit auf mehr macht und Vorfreude auf das Gala-Diner weckt. Mit dem FIBT Intercontinental und Europacup Skeleton beginnt am Samstag [06. Dezember 2014] die internationale Wettkampf-Saison auf der Winterberger Bobbahn, die Ende Februar 2015 mit der Bob- und Skeleton-WM ihren absoluten Höhepunkt erreicht.

Und der „Appetithappen“ zum Auftakt mundet: 97 Athletinnen und Athleten aus 21 Nationen gehen an den Start. 46 im Intercontinental Cup und 51 im Europa Cup. Star der Winterberger Skeleton-Szene ist der russische Olympiasieger Alexander Tretiakov. Große Aufmerksamkeit dürfte auch die amtierende Junioren-Weltmeisterin Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) wecken, die glänzend in die Saison gestartet ist und sich noch (berechtigte) Hoffnungen auf die Teilnahme an der großen WM machen darf.

Für Alexander Wladimirowitsch Tretiakov schliesst sich in Winterberg gewissermaßen der Kreis. Sein Weltcup-Debüt gab der heute 29-Jährige im November 2004 an der Kappe – und landete abgeschlagen auf Rang 32 (!). Welche Karriere der Schnellstarter danach gemacht hat, verdeutlichen die Erfolge in den letzten Jahren: Bronze bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver, Gold 2014 in Sotschi. Ähnlich sieht die Erfolgsserie bei den Weltmeisterschaften aus: Bronze 2009 in Lake Placid, Silber 2011 am Königssee und Gold 2013 in St. Moritz. Apropos Schnellstarter: Keiner ist am Start so schnell wie die „Rakete“ aus Krasnojarsk. Natürlich hält er auch den Winterberger Startrekord mit 4,75 Sekunden.

Von diesen oder ähnlich Explosionen am Start kann die 19-jährige Jacqueline Lölling nur träumen. Da hat sie Defizite aufzuarbeiten. Das weiß sie und daran arbeitet sie. Fahrerisch ist sie aber eine Klasse für sich. Das hat sie am letzten Wochenende bei den beiden Siegen im ICC am Königssee nachdrücklich unter Beweis gestellt. „Auch auf meiner Heimbahn will ich gewinnen“, sagt sie. Jugend-Olympiasiegerin 2012, Deutscher Meisterin in derselben Saison, Junioren-Weltmeisterin Ende Januar 2014 in Winterberg: So liest sich die bisherige Erfolgsbilanz der gebürtigen Brachbacher.

Natürlich peilt sie die Teilnahme an der Heim-WM an. Weitere Erfolge im Intercontinental Cup, ein sehr gutes Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften Anfang Januar in Winterberg wären „Empfehlungsschreiben“. Die Stunde der Wahrheit schlägt aber bei der Junioren-WM in Altenberg Mitte Februar 2015: Wenn Lölling ihren Titel verteidigt, ist sie für die große WM startberechtigt. Dann ginge für sie ein großer Traum in Erfüllung. Und der ist realistisch.

Der Zeitplan von Winterberg:

Samstag [06. Dezember 2014]

9.00 Uhr: FIBT Intercontinental Cup Skeleton Frauen und Männer (Rennen 4), 2 Wertungsläufe, anschließend Siegerehrung

14.00 Uhr: FIBT Europa Cup Skeleton Frauen und Männer (Ren-nen 5), 2 Wertungsläufe, anschließend Siegerehrung.

Quelle: Bobbahn Winterberg Hochsauerland