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Winterberg. Es ist soweit: Die sieben südwestfälischen Heilbäder und Kurorte Bad Berleburg, Bad Laasphe, Bad Sassendorf, Brilon, Olsberg, Schmallenberg und Winterberg gaben am Mittwoch [05. Februar 2014] offiziell im Oversum Vital Ressort Winterberg den Startschuss zur konkreten Umsetzung des Projektes „Netzwerk Zukunft: Kurorte – neu profiliert“. Dabei wurde vorgestellt, wie in den nächsten eineinhalb Jahren die Weichen für die Gesundheitsregion Südwestfalen gestellt werden.

Nachdem im Juli 2013 der offizielle Start des durch die Regionale 2013 geförderten Projektes den Zuwendungsbescheid erhalten hatte, konnte das europaweite Ausschreibungsverfahren Anfang des Jahres 2014 abgeschlossen werden. Der Wettbewerb war wichtig, um ein passendes Unternehmen zur Bearbeitung der Profilierungsansätze der bedeutenden südwestfälischen Heilbäder und Kurorte zu finden. Sowohl die Herangehensweise an das Projekt, das Projektteam und die Erfahrung der Bieter waren wichtige Kriterien, die bei der Auswahl des Auftragnehmers eine bedeutende Rolle spielten.

Seit Anfang Januar ist das Kompetenzteam des Consulting-Unternehmens Project M aus Berlin bei der Arbeit und geht konkret die Analyse der beteiligten Orte an. Dabei werden in jedem Ort sowohl die Schwachstellen der kurörtlichen Infrastruktur identifiziert als auch der aktuelle Entwicklungsstand eines jeden Ortes näher unter die Lupe genommen. Fragestellungen, wie sich der Tourismus unter Berücksichtigung von gesundheitlichen Aspekten neu ausrichten kann, oder welche Erwartungen die Gäste von morgen an die Heilbäder und Kurorte haben, sind nur zwei des umfangreichen Arbeitspakets innerhalb des Projektes. Die Schwerpunkte der Betrachtungen liegen auf der kurörtlichen Infrastruktur, der örtlichen Netzwerkbildung und der modellhaften Angebots- und Produktentwicklung. In drei Arbeitsschritten werden der Bestand der kurörtlichen Infrastruktur sowie die örtlichen Potenziale analysiert, die künftigen Anforderungen ermittelt. Im Endergebnis werden sieben auf Basis des Gesundheitsprofils erarbeitete Zukunftskonzepte vorliegen, welche die Weichen für den Gesundheitswirtschaft und -tourismus stellen werden. Ziel ist die Herausarbeitung eines eigenen Profils. Alle einzelörtlichen Profile bilden dann die Basis für die gemeinsame Marke Vitalregion Südwestfalen.

Alle Ergebnisse werden bei drei regionalen Entwicklungswerkstätten in einer gemeinsamen Klammer gebündelt. So wird sichergestellt, dass die örtlichen Ergebnisse zielführend die Entwicklung der Marke der Vitalregion Südwestfalen tragen. In zwei internationalen Konferenzen Ende 2014 und im Frühjahr 2015 werden sowohl die Zwischen- als auch die Endergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und in Fachgesprächen mit nationalen Experten ein wichtiger Erfahrungsaustausch ermöglicht.

Foto: Fotolia #24216381 - Freie Atmung im Freien. © Robert Kneschke

Foto: Fotolia #24216381 – Freie Atmung im Freien. © Robert Kneschke

Netzwerk Zukunft: Kurorte – neu profiliert“

Südwestfalen ist eine von sechs anerkannten Gesundheitsregionen in Nordrhein-Westfalen und vereint wie kaum eine andere Region Heil- und Bewegungsangebote – sowohl auf touristischer Ebene als auch in vielen Kurorten mit unterschiedlichsten medizinischen Ausrichtungen. Die Potenziale der Region sind weder gänzlich bekannt, noch werden sie bisher optimal ausgeschöpft. Durch eine funktionierende Zusammenarbeit lassen sich große Synergieeffekte erzielen. Netzwerke bilden, die Stärken erkennen, fördern und ausbauen – was in vielen touristischen Bereichen bereits erfolgreich funktioniert, soll auch die Kurorte in Südwestfalen nach vorne bringen. Zum „Netzwerk Zukunft: Kurorte – neu profiliert“ gehören die beteiligten Heilbäder und Kurorte Bad Berleburg, Bad Laasphe, Bad Sassendorf, Brilon, Olsberg, Schmallenberg und Winterberg.

Statements der Heilbäder und Kurorte zum Projekt „Netzwerk Zukunft: Kurorte – neu profiliert“

Bad Berleburg

Ausgehend vom geförderten Leitbildprozess der Stadt Bad Berleburg zur Haushaltskonsolidierung und Dorfentwicklung unter Beteiligung der Öffentlichkeit wurde die Stärkung der lokalen Tourismus- und Gesundheitswirtschaft als ein zentrales Handlungsfeld in der Stadt Bad Berleburg herausgearbeitet. Basierend auf einer intensiven Zusammenarbeit mit den Klinikträgern der fünf am Standort vorhandenen Spezialkliniken und dem Akuthaus sowie einer engen Verzahnung zur ambulanten Gesundheitsversorgung punktet Bad Berleburg als Gesundheitsstadt. Das interkommunale Projekt „Kurorte – neu profiliert“ soll jetzt dabei helfen, die regionalen Alleinstellungsmerkmale sowie die besonderen Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten in Kombination mit der touristischen Attraktivität Bad Berleburgs auch im Sinne von Präventionsangeboten für Kurgäste und Gesundheitstouristen bestmöglich herauszustellen und interessanter zu gestalten. Zudem soll durch eine gute Vernetzung der Kurorte und Heilbäder untereinander die gesamte Gesundheitsregion Südwestfalen stärker in den Fokus der Betrachtungen gerückt werden.

Bad Sassendorf

Im Hinblick auf die zukünftigen Markterfordernisse – insbesondere den Anforderungen der zukünftigen Gäste und Patienten – wird im Rahmen des Projekts „Netzwerk Zukunft – Kurorte neu profiliert“ ein lokales Infrastrukturentwicklungskonzept aufgestellt, mit dem die Bad Sassendorfer Angebote auch in den regionalen Kontext der Gesundheitsregion Südwestfalen einordnet werden. Im Fokus stehen dabei die Bad Sassendorfer SoleTherme und der Kurpark. Hier sollen umsetzungsreife Entwicklungskonzepte zur Steigerung der Attraktivität und zur nachhaltigen Finanzierung der Einrichtungen erarbeitet werden.

Bad Laasphe

Kurorte – neu profiliert ist für uns in Bad Laasphe die Chance, sich neu als Gesundheitsstandort aufzustellen und gemeinsam mit den anderen Projektpartnern ein Profil für den Gesundheitsstandort Südwestfalen zu schaffen.

Brilon

Brilon will sich als Gesundheitsstandort weiter profilieren. Brilon will sich zukunftsfähig machen, um an dem wachsenden Markt des Gesundheitstourismus teilhaben zu können. Hierzu sollen zudem Netzwerke sowohl auf der örtlichen wie regionalen Ebene geknüpft werden.

Olsberg

Die Stadt und Touristik des Kneippkurorts Olsberg verspricht sich von dem Projekt die weitere Profilierung als Gesundheitsstandort für Gäste und Einheimische durch die Bewertung, Weiterentwicklung und Vernetzung der bestehenden Gesundheitseinrichtungen und -angebote. Besonders die schon historisch bedeutsamen Kneippelemente sollen als zeitgemäßes Präventionsmodell etabliert werden.

Schmallenberg

Die Erwartungshaltung des Schmallenberger Sauerlandes mit seinen zwei Luftkurorten, dem Heilklimatischen Kurort Grafschaft und dem Kneippheilbad Bad Fredeburg ist es, die kurörtliche Kompetenz mit dem touristischen Potenzial der Region in optimaler Weise synergiebringend am Markt zu platzieren. Das heißt, die Entwicklung als erste Allergiefreundliche Region in NRW inkl. Allergologisches Zentrum im Fachkrankenhaus Grafschaft und die jüngst ausgesprochenen Prädikatisierungen von Bad Fredeburg und Nordenau zu Kurorten mit Heilstollen-Kurbetrieb einzubringen. Ein besonderer Fokus soll hier auf die Weiterentwicklung des Kneippheilbades Bad Fredeburg gelegt werden. Wie können die örtlichen Kompetenzen mit denen der Gesundheitsregion Schmallenberger Sauerland optimaler Weise kombiniert werden und einen perspektivischen Faden aufzeigen?

Winterberg

Als Heilklimatischer Kur- und Sportort ist es unser Ziel, die hochprädikatisierten Ortsteile Winterberg, Winterberg-Elkeringhausen und Winterberg-Altastenberg im Bereich der kurörtlichen Infrastruktur zu profilieren. In Anknüpfung an die im Rahmen der AktivZeit erbrachten Vorleistungen und erarbeiteten Netzwerke sollen insbesondere in den Themen Bewegung als Medizin, Umgang mit Stress für Alleinerziehende, Entspannung durch Bewegung und ein Vital-Ernährungskonzept neue Profilierungsansätze werden. Angestrebt wird, den Kurort Winterberg neu zu erfinden und das Thema Kur für Winterberg modern, zeitgemäß und zukunftsfähig zu gestalten.

Quelle: ARGE Netzwerk Zukunft: Kurorte – neu profiliert / Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH