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Winterberg. Nicht Wunden lecken, sondern nach vorne blicken – das war der allgemeine Tenor der Mitgliederversammlung der Wintersport-Arena Sauerland. Nach dem zurückliegenden milden Winter tätigen die Liftbetreiber nicht nur erneut Investitionen, sondern haben auch kreative Ideen entwickelt. So zum Beispiel ein Gemeinschaftsticket für kleine Skigebiete und Maskottchen als Sympathieträger.

Zum besonders günstigen Preis wollen kleinere, meist nicht beschneite Skigebiete sich ähnlich der Ticketgemeinschaft Wintersport-ArenaCARD gemeinsam vermarkten. Bereits sechs Skigebiete haben ihre Teilnahme zugesagt. Dazu gehören das Skigebiet Sellinghausen, der Sternrodtlift in Bruchhausen sowie die Skigebiete Fort Fun, Schlossberg, Olpe-Fahlendscheid und Niedersfeld. Weitere Interessenten können sich gern melden.

Die Abrechnung funktioniert ähnlich wie bei einer Punktekarte. Für etwa 149 Euro für Erwachsene und wahrscheinlich 99 Euro für Kinder erhalten die Inhaber ein Heft mit 10 Tagescoupons. Im Gegensatz zu Saisontickets der größeren Skigebiete, behält das Couponheft seine Gültigkeit über die Saison hinaus. So ist der Besitzer unabhängig von widrigen Wetterbedingungen, die gerade die kleinen „Naturschneegebiete“ stärker treffen können.

In Verbindung mit dem besonders günstigen Preis und der vergleichsweise großen Pistenvielfaltist das Heft eine attraktive Sache für Skifahrer und ein wirksames Vermarktungselement für die kleinen Skigebiete. Es rückt diese Angebote stärker in den Blickpunkt der Gäste. Noch in der aktuellen Saison will die Wintersport-Arena Sauerland das Ticket in den Verkauf bringen.

Eine weitere Idee nimmt Form an: Seit Jahren schon überlegt die Wintersport-Arena Sauerland ein Maskottchen zu kreieren, das als typisches Symbol und als Sympathieträger für die Region und ihre Wintersportangebote stehen soll. Ein Hermelinchen namens Hermel soll künftig die Herzen der Kinder erobern Eine märchenhafte Geschichte ist dazu bereits geboren. Zusammen mit seinen Freunden erlebt Hermel spannende Abenteuer. Vor Ort in den Skischulen, aber auch in den Werbemitteln soll Hermel immer wieder auftauchen und witzige, spannende, lehrreiche Geschichten erzählen. Ob die Idee nun in dieser Form in den kommenden Jahren umgesetzt wird, sollen weitere Abstimmungen zeigen.

Mit Interesse lauschten die Mitglieder auch einem Gastvortrag von Josef Schigri, Geschäftsführer des Österreicher Touristikverbands Serfaus-Fiss-Ladis. Er stellte viele Gemeinsamkeiten der touristischen Sommer- und Winterangebote heraus. Beide Regionen leben in hohem Maße vom Wander-, Rad- und Schneetourismus. Im Gegensatz zur Wintersport-Arena Sauerland hat sich der Schweizer Tourismusverband insbesondere auf Angebote für Familien mit Kindern spezialisiert. In diesem Bereich haben die dortigen Anbieter eine hohe Qualität erreicht. Zudem ist der Tourismusverband entscheidend anders organisiert. Alle dort ansässigen Betriebe sind Mitglied und schließen sich der gemeinsamen Finanzierung und Ausrichtung an. Ohne diese Struktur sei eine so erfolgreiche Vermarktung nicht möglich, so Schigri.

Auch das langjährige Klimamonitoring der Wintersport-Arena Sauerland war Thema bei der Versammlung. Die Aufzeichnungen bestätigen weiterhin in einen Anstieg der durchschnittlichen Jahrestemperatur in der Region. Diese Aussage trifft allerdings nicht auf alle Jahreszeiten in gleichem Maße zu. Im Sommer steigt die Temperatur klar an, während sie im Winter gleichbleibend ist oder sogar leicht sinkt.

Quelle: Wintersport-Arena Sauerland