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Winterberg. Einer der Trends 2012 waren QR-Codes. Plakate, Prospekte, Visitenkarten, ja sogar T-Shirts tragen die schwarz-weiß gemusterten Würfel. Auch die Ferienwelt Winterberg hat in den zurückliegenden Monaten darauf gesetzt und ein umfassendes Konzept entwickelt.

Wie Barcodes an der Supermarktkasse können Handys die individuell angeordneten Muster abscannen und den Nutzer direkt zu einer ihr zugewiesenen Darstellung im Internet weiterleiten. Einfach das Smartphone zücken, abfotografieren und die Website erscheint. Das lästige Abtippen der Internetadresse entfällt.

Schon seit Anfang 2012 versieht die Tourist-Information Winterberg ihre Werbemittel mit den Codes. Zum Beispiel das Lifestyle-Magazin High Times. Auch Anzeigen und Eventflyer weisen schon länger den direkten und bequemen Weg zu weiterführenden Informationen. Der Grundstein dazu war bereits mit dem Aufbau umfangreicher Datenbanken im Zuge des Webseitenrelaunches Ende 2011 gelegt. Denn dort lassen sich einzelne Angebote gezielt online aufrufen.

Jetzt haben die Touristiker das Angebot ausgeweitet und Gastgeber auf ihrem Weg mitgenommen. 17 Betriebe haben sich beteiligt und machen bereits mit QR-Code-Schildern vor Ihrem Geschäftslokal auf Ihr Angebot aufmerksam. Die Codes verbinden die Vorteile von Print und Online. Schilder und Werbemittel machen auf kurze, knappe Weise neugierig – weiterführende Informationen finden die Nutzer im Internet. Die dort abgelegten Daten kann der Betrieb jederzeit verändern und aktualisieren, was bei Printprodukten nicht möglich ist. Sogar buchen kann der Gast auf diesem Wege.

Netz an QR-Codes soll künftig die Ferienwelt Winterberg umspannen. Foto: Ferienwelt Winterberg

Netz an QR-Codes soll künftig die Ferienwelt Winterberg umspannen. Foto: Ferienwelt Winterberg

In einem nächsten Schritt werden die Tourist-Information und die Häuser des Gastes mit Tafeln versehen. Für Schnee-Infos, Webcams und Veranstaltungen weisen eigens generierte Codes zu den entsprechenden Informationen im Web. Der Vorteil: Unabhängig von den Öffnungszeiten erfährt der Gast, was er wissen möchte.

Im Sommer wollen die Touristiker auf gleiche Weise Wanderwege bestücken. Von den dort angebrachten Schildern aus wird dann direkt auf das Wanderportal im Internet verlinkt. Dort kann sich der Wanderer über Einkehrmöglichkeiten in der Nähe und Vernetzung der Wege informieren oder gleich die GPS Daten des Wegs herunterladen. Um den Weg ins Netz noch schneller zu machen, will die Tourist-Information das touristische Portal www.winterberg.de für mobile Endgeräte optimieren.

Für Tourismusdirektor Michael Beckmann sind die QR-Codes eines der wichtigsten Marketing-Elemente der Zukunft: „83 Prozent aller Deutschen besitzen ein Mobiltelefon, die meisten davon webfähig.“ Für 14- bis 29jährige ist das Handy ein größeres Statussymbol als ein Auto. „Die Smartphones nehmen im Leben jüngeren Generationen einen immer größeren Stellenwert ein. Die nutzen die multifunktionalen Geräte sehr viel stärker als ältere Menschen.“ Darum sei auch das QR-Code-Konzept zukunftsweisend. Es soll den Gast auf seiner Reise durch die Ferienwelt Winterberg begleiten, leiten und in den unterschiedlichen Situationen seines Aufenthalts unkompliziert einen Informationsmehrwert liefern.

Nutzen die Winterberger Touristiker die QR-Codes zurzeit noch als reines Informationsmedium, so werden künftig viel umfangreichere Maßnahmen umgesetzt. Einkehrtipps an Wanderwegen, Radstrecken oder Loipen, Karteninfos an wichtigen Knotenpunkten oder ein Ticketkauf via Handy sind denkbar. Sogar Videodateien mit anschaulichen Informationen können zum Beispiel Themenwanderwege noch spannender und lehrreicher machen. Bei einem digitalen Stadtrundgang oder einer Sportanlagentour sollen die Gäste die dazugehörigen Erklärungen an den entsprechenden Punkten per Smartphone beziehen. Ton- und Videodateien stünden zum Abruf im Internet bereit – auch in mehreren Sprachen.

Das Netz an QR-Codes soll künftig die ganze Ferienwelt Winterberg umspannen, so wünschen es sich die Touristiker. Digitale Daten an jedem Ort zur jeder Zeit einfach verfügbar machen, ist das Ziel. „Die Tourist-Informationen der Zukunft werden deutlich digitaler als heute sein“, weiß Beckmann. „Die Ausweitung der QR-Codes sind ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg.

Quelle: Ferienwelt Winterberg