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Winterberg. Die Raceboarder startklar machen für den vorletzten Weltcup-Stopp in Kayseri (Türkei). Derweil geht’s in Winterberg in die heiße Phase. Spannend macht es auch der aktuelle Winter, der sich etwas launisch zeigt. Doch die Schnee-Experten im Skiliftkarussell sind sich sicher: „Wir kriegen das Snowboard-Weltcup-Finale am 06. März gestemmt….“

Während auf dem Vulkan in Kayseri der letzte Parallel Riesenslalom (PGS) der Saison ausgetragen wird, bereiten in Winterberg Liftbetreiber und ein großes Heer an Ehrenamtlichen alles für den finalen Parallel Slalom (PSL) vor. Für die Raceboarder ist das der Abschluss der Weltcupsaison, in Winterberg wechseln die begehrten Kristallkugeln ihren Besitzer.

Schauplatz der spannenden Duelle ist erneut der schneesichere Poppenberghang. Noch in der vergangenen Woche haben die Betreiber dort große Schneereserven angelegt. Doch der aktuelle Winter ist etwas launisch, das milde Wochenende hat einen Teil davon wieder aufgebraucht. Wie gerufen kommen da die Aussichten auf trockene Kälte in der zweiten Wochenhälfte. In den Nächten werden erneut die Schnee-Erzeuger laufen.

Was für den regulären Skibetrieb locker ausreicht, muss für ein hochkarätiges Weltcup-Rennen noch lange nicht gut genug sein. Ob die Schneereserven reichen, davon will sich die FIS in der kommenden Woche selbst überzeugen und schickt einen Kontrolleur nach Winterberg. Gemeinsam mit den Liftbetreibern wird er die Schneehöhe messen, die Qualität begutachten – und dann hoffentlich „grünes Licht“ geben. Sollten die Wetterdienste Recht behalten, steht in der Woche vor dem Weltcup weiterhin Dauerfrost bevor. Und das bedeutet eine schöne harte Rennpiste für die Raceboard-Stars.

Foto: © Marco Kraft

Foto: © Marco Kraft

Schon am Wochenanfang wollen Liftbetreiber Florian Leber und Kontrolleur Charles Turcotte den Hang etwas vormodellieren. Turcotte ist Technical Advisor der FIS und reist direkt aus der Türkei an. Er ist ein international versierter Experte in Sachen Pistenpräparation und gilt als einer der weltbesten Pistenbullyfahrer. Auch bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotchi war er für die Pisten der Snowboarder verantwortlich. Er und Florian Leber sind inzwischen ein erfahrenes Team. Bereits im letzten Jahr haben sie gut zusammen gearbeitet.

Oben schon mal einen kleinen, nicht zu steilen Starthügel aufbauen und den Zielbereich vorbereiten. Diese Stellen brauchen besonders viel Schnee. Ab Freitag ist der Hang für den Publikumsverkehr gesperrt. Dann geht’s ans „Feintuning“.

Ganz so verschwenderisch wie vor einem Jahr geht der derzeitige Winter nicht mit seinen Schneepräsenten um. Doch Florian Leber und sein Team wollen versuchen, eine super Rennpiste hinzulegen. Helfen soll dabei unter anderem ein extra angelieferter Funpark-Pistenbully. Mit dem wollen sie den Starthügel perfekt shapen. Mit etwas Glück ist vielleicht noch ein kleiner Pro-Jump im Zielbereich drin.

Nach dem Rennen in der Türkei will die gesamte Raceboarder-Truppe von Snowboard Germany direkt nach Winterberg reisen. Spätestens Dienstag [01. März 2016] werden die Athleten da sein. Mittwochmorgen [02. März 2016] beginnt das erste Training. Alle Infos unter www.snowboard-winterberg.de.

Quelle: Ferienwelt Winterberg