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Meschede / Winterberg (ske). Der Wechsel an der Spitze der Kunsteisbahn in Winterberg ist perfekt. Neuer Geschäftsführer wird der ehemalige Sportdirektor des Deutschen Curling-Verbandes und Hockey-Bundes, Rainer Nittel.

Der 48-Jährige beginnt seine Tätigkeit am 01. November 2015 und tritt die Nachfolge von Petra Sapp an, die Ende September 2015 die Bahn auf eigenen Wunsch verlassen hat. Nittel unterschrieb einen zunächst auf fünf Jahre befristeten Vertrag. Die Gesellschafterversammlung des Sportzentrums Winterberg hatte ihn zuvor aus rund 70 bundesweiten Bewerbungen gewählt.

Wir sind froh, dass wir zeitnah eine so gute Lösung präsentieren können“, sagt Kreisdirektor Dr. Klaus Drathen, gleichzeitig auch Geschäftsführer der Bahn. „Rainer Nittel kommt aus dem Sport, er hat große Erfahrungen in und mit nationalen und internationalen Sportverbänden. Er soll die Kunsteisbahn im Sport- und Marketingbereich sowie in den Verbänden und im politischen Raum weiter und noch besser positionieren.

Nach insgesamt über sieben Jahren ist der Zeitpunkt gekommen, mich beruflich neu zu orientieren“, betont Nittel. „Winterberg ist eine Bahn mit großem internationalem Renommee. Die Sportstätte hat nicht nur herausragende Bedeutung für den deutschen Spitzensport, sondern auch für die Region. Ich will ihre Position und Strukturen festigen und ausbauen. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und aufs Sauerland.

Rainer Nittel wechselt vom Curling-Verband zur Winterberger Bahn. Foto: © Pressebild

Rainer Nittel wechselt vom Curling-Verband zur Winterberger Bahn. Foto: © Pressebild

Nittel, der auch im Sportstättenbau über wichtige Erfahrungen verfügt, gilt in Sportkreisen und bei den Verbänden als hervorragend vernetzt. Der gebürtige Bonner war u.a. insgesamt über sieben Jahre (2004 bis 2007 und 2011 bis 2015) Sportdirektor des Deutschen Curling-Verbands (DCV). In dieser Funktion war er vor allem für die Bereiche Sponsoring, PR- und Öffentlichkeitsarbeit, Verkauf der nationalen Fernsehrechte und Generierung von Technologie-Partnern verantwortlich.

Gemeinsam mit dem ehemaligen DCV-Präsidenten Dieter Kolb hatte er erfolgreich dafür gekämpft, dass die Curler trotz des zunächst beschlossenen Ausschlusses weiter in der Spitzenförderung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) geblieben sind.

Seine überregionale Karriere hatte Diplom-Trainer Nittel u. a. als Eishockey-Bundestrainer der Frauen begonnen (1995 bis 2002). Der größte Erfolg war Platz fünf bei der WM 2001. Nach zwei Jahren als Leistungssportreferent beim DOSB (2002 bis 2004) begann 2004 seine erste Amtsperiode beim Curling-Verband, ehe er 2007 vier Jahre lang das Amt des Sportdirektors beim Deutschen Hockey-Bund bekleidete. Hier gestaltete er mit großem Erfolg die Neuorganisation des Leistungssportbereichs.

Größter sportlicher Erfolg war 2008 die Goldmedaille der Herren bei Olympia in Peking. 2011 führte ihn der Weg zurück zum Curling-Verband, den er „strukturell und inhaltlich sehr wirkungsvoll und nachhaltig weiterentwickelt hat“, wie es in der Abschiedslaudatio des Curling-Präsidiums von Mitte 2015 heißt.

Quelle: Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH