Print Friendly, PDF & Email

Winterberg. Gerade die kleinen Dinge tragen oft dazu bei, dass sich Bürger und Gäste in einer Stadt wohl fühlen.

Sitzbänke, ein sauberes Pflaster oder dekorative Blumenbepflanzung gehören zum Beispiel dazu. Ganz wichtig ist auch: Ein sauberes, gepflegtes „stilles Örtchen“. Mit einem Netzwerk von Toiletten in Gastronomie oder Einzelhandel und Ruheoasen zielt der Verein für Stadtmarketing Winterberg mit seinen Dörfern darauf ab, den Service für Urlauber und Einheimische weiter zu verbessern. Eine Zusage auf Fördermittel liegt bereits vor.

Mit der Aktion „Nette Toilette“ will die Einkaufswelt Winterberg Kundenfreundlichkeit beweisen. Das Konzept sieht eine Art WC-Netzwerk zwischen Bahnhof, Oversum Vital Resort, Innenstadt und Rathaus vor, das das vorhandene Angebot an öffentlichen städtischen Toiletten ergänzt. Die Idee: Gastronomen und Einzelhändler stellen ihre Sanitärräume und auch Wickelmöglichkeiten soweit vorhanden allen Besuchern kostenlos zur Verfügung. Zu erkennen sind jene Unternehmen, die bei der Aktion mitmachen, an Aufklebern und Hinweisschildern.

Der Stadtmarketingverein hat dafür bereits einen Entwurf in Auftrag gegeben. Kurzfristig wird Michael Beckmann, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins, bei Einzelhändlern und Gastronomen in der Innenstadt vorsprechen, um Teilnehmer für die Aktion zu gewinnen. Eine Website wird die Betriebe später auflisten. Zudem wird ein Flyer Aufschluss geben, wo Gäste das Angebot nutzen können. „Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der damit einhergehenden steigenden Zahl älterer Menschen, sind Toiletten in ausreichender Anzahl und Erreichbarkeit für die Aufenthaltsqualität in einer Stadt ein wichtiges Angebot“, so Michael Beckmann.

Gerade ältere Menschen benötigen beim Spaziergang oder Einkaufsbummel mitunter auch eine Sitzgelegenheit. 14 speziell designte „Winterberg-Bänke“ stehen in der Stadt bereits für eine kleine Auszeit zur Verfügung. Dieses Kontingent stockt der Stadtmarketingverein jetzt noch einmal um 18 Bänke auf. So sollen Ruheinseln entstehen, die mit sogenannten „W-Bänken“ und in Teilen mit Müllbehältern ausgestattet werden und ihren Platz sowohl in der City als auch in den Winterberger Ortsteilen finden sollen. Spätestens im Herbst, so Michael Beckmann, sollen alle Bänke aufgestellt sein.

Service, der nicht nur bei den jährlich 1,9 Millionen Tagesgästen der Ferienwelt Winterberg einen guten Eindruck hinterlässt und dazu motiviert, wiederzukommen. Um die Aktion umzusetzen, erhält der Stadtmarketingverein 10.000 Euro aus LEADER-Mitteln.

Quelle: Ferienwelt Winterberg