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Winterberg. Nach monatelanger Vorbereitung sind sie nun da: 36 hoch motivierte junge Kroaten, die in der Ferienwelt Winterberg eine Ausbildung in der Gastronomie absolvieren. Zurzeit befinden sich die 18- bis 35-jährigen Südosteuropäer bereits bei ihren Ausbildungsbetrieben im Praktikum. Voller Vorfreude auf Deutschland, ihre Lehrbetriebe und die Arbeit zeigten sich die Nachwuchskräfte bei ihrer Ankunft. In ihrer Heimat haben sie wenig berufliche Perspektiven und packen deshalb voller Elan ihre Chance beim Schopf.

Winterbergs Tourismus-Direktor Michael Beckmann zeigte sich voll des Lobes über die guten Sprachkenntnisse der Azubis in spe – zuvor hatten sie in ihrer Heimat bereits drei Monate lang intensiv Deutsch gebüffelt, und die meisten sprechen zudem fließend Englisch. Auch ihre Arbeitseinstellung kommt gut an. Dass die Kroaten ein ausgesprochen gastfreundliches Volk sind, hatte mit zur Entscheidung beigetragen, sich für Azubis aus diesem Land zu entscheiden.
Bis die jungen Menschen ihre Koffer auspacken konnten, war der Boden von langer Hand vorbereitet. Die Wirtschaftsförderung Winterberg hatte die heimischen Betriebe auf das europäische Projekt „The Job of my Life“ aufmerksam gemacht und es in der Region beworben. Gespräche mit den Experten der Zentralen Auslandsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV) folgten – die ZAV vermittelte denn auch geeignete Bewerber.

Kroatische Azubis schon im Praktikum bei Winterberger Gastronomen. Foto: Ferienwelt Winterberg

Kroatische Azubis schon im Praktikum bei Winterberger Gastronomen. Foto: Ferienwelt Winterberg

Die neun am Projekt beteiligten Gastronomiebetriebe haben ihre neuen Azubis bereits willkommen geheißen. In jedem Betrieb steht den Ankömmlingen ein „Kümmerer“ als Ansprechpartner zur Verfügung. Bis zum 08. August 2014 absolvieren die jungen Leute nun zunächst ihre Praktika und nehmen parallel weiter Deutschunterricht. Die eigentliche, dreijährige Lehrzeit startet am 01. September 2014. Ab dann besuchen sie auch die Berufsschule Meschede – und stellen dort eine ganze Klasse.

Die Teilnahme an diesem europäischen Projekt ist eine Win-Win-Situation für beide Seiten“, so Michael Beckmann. „Die kroatischen Azubis erhalten eine gute, international anerkannte duale Ausbildung in Deutschland, und die Gastronomiebranche freut sich über fleißige Fachkräfte.“ Zustande gekommen sei die Maßnahme aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit mit der Industrie und Handelskammer.

Nach der Ausbildung wird ein Teil sicher bleiben, während andere wieder in ihr Heimatland zurückkehren – das liegt ganz in der Entscheidung der Absolventen. Doch auch die Rückkehrer in ihre Heimatland gehen der Ferienwelt Winterberg nicht ganz verloren. Die Wahrscheinlichkeit ist große, dass die Betriebe der Ferienwelt Winterberg auch danach auf versierte Saisonkräfte zurückgreifen können. Im Sonnenland Kroatien ist im Sommer Hochsaison, im Winter eher Flaute – hingegen ist die „weiße Saison“ in Winterberg die am stärksten frequentierte Urlaubszeit. Für die in Winterberg und im Hochsauerland gut ausgebildeten Gastonomiefachleute tut sich somit eine gute Möglichkeit zum Pendeln auf.

Quelle: Ferienwelt Winterberg