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Winterberg / Oberhof (ske). Der Countdown für die Weltcup-Saison und die Heim-WM 2015 gewinnt an Fahrt. Mit dem Zentralen Leistungstest an diesem Wochenende in Oberhof beginnt für die heimischen Bob- und Skeleton-Athleten die heiße Phase der Vorbereitung – und der Qualifikation. (Start)Norm erfüllen, Selektionen fahren – so lässt sich das Anforderungsprofil für die Anfang Dezember 2014 beginnende Weltcup-Saison umschreiben.

Während die Sauerländer Bob-Athleten ihre Startleistungen bereits erfüllt haben, so geht es für die heimischen Skeletonis auf dem Eis in Oberhof fast schon ums Ganze. Besonders die Welt-cup erfahrenen Katharina Heinz (RSG Hochsauerland) und Alexander Gassner (BSC Winterberg) stehen unter Zugzwang. Ihre Startzeiten reichten bisher nicht, um sich für die Ausscheidungs-Wettbewerbe für das Weltcup-Team zu qualifizieren. „Wir werden es schaffen“, meinen beide unisono. Vielleicht am Wochenende in Oberhof? Wenn nicht, haben beide noch eine Chance, bis zum 10. Oktober 2014 die Startnorm zu erfüllen.

Müssen Farbe bekennen: Katharina Heinz und Alexander Gassner. Fotos: Inga Ortmann

Müssen Farbe bekennen: Katharina Heinz und Alexander Gassner. Fotos: Inga Ortmann

Sollte diese Chance vertan werden, dürfen Heinz und Gassner, für die die Teilnahme an der Heim-WM auch „eine Herzensangelegenheit“ ist, nicht an der Selektion fürs Weltcup-Team teilnehmen. „Es ist davon auszugehen, dass an der WM in Winterberg nur das Weltcup-Team teilnimmt, das von Anfang an am Start ist“, sagt Landestrainer Uwe Schupp (Winterberg-Mollseifen). „Nachträgliche Nominierungen wären eine Überraschung.

Erfreut ist Schupp über die „sensationelle“ Entwicklung des Quereinsteigers Christian Herrmann (24). Der Zehnkämpfer vom LC Paderborn, erst seit gut vier (!) Wochen im Skeleton-Training, gewann jüngst den Startwettkampf auf Schalke – vor Gassner. Herrmann kann sich in Oberhof beim Zentralen Leistungstest präsentieren. Der kann einen “raushauen“, heißt es im Umfeld des Athleten.

Erfreulich stellt sich die Situation der heimischen Bob-Athleten dar. Bis auf den verletzten Jannis Bäcker (BSC Winterberg) läuft alles nach Plan. Anschieberin Erline Nolte (BSC Winterberg) hat ebenso die Startnorm erfüllt wie Thorsten Margis, Alexander Mann und Gregor Bermbach (alle BSC Winterberg) aus dem Team von Francesco Friedrich (Oberbärenburg). Sie absolvieren in Oberhof Testwettkämpfe zu weiteren Abstimmung. Jannis Bäcker muss zunächst noch rund zehn Wochen pausieren. „Danach soll er Richtung zweite Saisonhälfte – mit dem Ziel WM – aufgebaut werden“, meint Bundestrainer René Spies.

Müssen Farbe bekennen: Katharina Heinz und Alexander Gassner. Fotos: Inga Ortmann

Müssen Farbe bekennen: Katharina Heinz und Alexander Gassner. Fotos: Inga Ortmann

Ab Oktober 2014 geht es dann Schlag auf Schlag – Richtung Weltcup und WM. Nach zwei Wochen Einfahren und Tests in Oberhof und Königssee stehen drei Selektionen fürs Weltcup-Team auf dem Programm. Anfang Dezember 2014 geht es dann für zwei Weltcups nach Lake Placid und Calgary. Einen Tag nach Weihnachten werden alle Athleten beim dritten Zentralen Leistungstest in Oberhof noch einmal getestet, ehe vom 28. bis 31. Dezember 2014 die Deutschen Bob-Meisterschaften in Winterberg anstehen. Wenige Tage später sind im neuen Jahr (3./4. Januar 2015) die Skeletonis dran. Sie tragen ihre Deutschen Meisterschaften ebenfalls an der Winterberger Kappe aus.

Quelle: Bobbahn Winterberg Hochsauerland