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Winterberg (Bü). Zu einem Südwestfalen-Tag wurde die Deutsche Meisterschaft im Skeleton in Winterberg: Alexander Gassner vom gastgebenden BSC und Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) holten die Titel auf ihrer Heimbahn an der Kappe. Dieses Duo hatte schon in der Saison 2011/12 für den gleichen Doppelschlag gesorgt.

Der 25-Jährige Gassner wahrte damit seine kleine Chance auf eine Teilnahme an der WM vom 23. Februar 2015 bis 08. März 2015 an gleicher Stelle: „Ich bin super zufrieden, denn ich wollte allen noch einmal zeigen, was ich kann. Ich hoffe immer noch, doch die Entscheidung liegt jetzt bei den Trainern.

Die 19 Jahre alte Lölling zeigte sich zurückhaltend, mit dem Weltcup werde es wohl nicht mehr klappen. Allerdings kann sie die Startberechtigung für die Weltmeisterschaft noch durch eine Hintertür erwerben, wenn sie zuvor ihren Titel bei der Junioren-WM in Altenberg verteidigt: „Ich will es nicht zu laut sagen, aber ich fahre dort gerne und
traue mir zu, weit nach vorne zu kommen.“ Für Löllings Vereinskollegin Katharina Heinz, ebenfalls noch ohne Erfüllung der Startnorm des nationalen Verbandes BSD, dürfte sich dagegen das Thema Weltmeisterschaft nach Platz fünf erledigt haben.

Der Vorsitzende des BSC Winterberg Jens Morgenstern gratuliert Alexander Gassner zum Titelgewinn bei der Deutschen Skeleton Meisterschaft 2015. Foto: © Bobbahn Winterberg Hochsauerland

Der Vorsitzende des BSC Winterberg Jens Morgenstern gratuliert Alexander Gassner zum Titelgewinn bei der Deutschen Skeleton Meisterschaft 2015. Foto: © Bobbahn Winterberg Hochsauerland

Gassner konnte bei null Grad seinen Vorsprung aus dem ersten Lauf verteidigen, Favorit Axel Jungk (BRC Riesa) erzielte zwar im zweiten Durchgang die Bestzeit, konnte aber nur noch an Christopher Grotheer (BSR Oberhof) vorbeiziehen und sich somit vom dritten auf den zweiten Rang vorarbeiten. Zehnter wurde Felix Seibel (BRC Hallenberg), auf den Plätzen 15 bis 18 landeten Christian Hermann – am Start mit der zweit- und drittschnellsten Zeit -, Nikolas Wetter, Jan Philipp Kiel und Titus von Weichs (alle BSC Winterberg).

Bei den Damen setzte Lölling zweimal die Bestzeit und freute sich über ihre in stattlicher Anzahl aus Brachbach erschienenen Fans: „Es werden immer mehr, ich glaube, das halbe Dorf war hier.“ Darüber staunte in der letzten Saison ihrer Karriere auch Anja Huber-Selbach (RC Berchtesgaden): „Hier ist ja richtig etwas los.“ Für die 31-Jährige, am Start zweimal die Schnellste, reichte es jedoch nur zu Rang vier hinter den beiden anderen Weltcup-Teilnehmerinnen Tina Hermann (WSV Königssee) und Sophia Griebel (RT Suhl). Unter die Top Ten schaffte es als Neunte noch Janine Becker (BSC Winterberg), ihre Klubkameradinnen Hannah Neise, Alexia Wiegandt und Vanessa Voss beendeten das Rennen auf den Plätzen 14, 16 und 17.

Die komplette Ergebnisliste der DM Skeleton kann unter www.bobbahn.de – Sport – Rennergebnisse eingesehen werden.

Quelle: Bobbahn Winterberg Hochsauerland