Winterberg. Das Konzept der Ferienwelt Winterberg, die erste klimaneutrale Wintersportregion zu werden, findet in Fachkreisen Anerkennung. Beim internationalen Symposium „Klimawandel und Tourismus“ des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums zeigten die Teilnehmer aus ganz Europa reges Interesse an den Maßnahmen, die durch Dr. Prinz, Manager für Sport- und Gesundheitstourismus der Ferienwelt Winterberg, vorgestellt wurden.
Die Teilnehmer des Symposiums haben die Eckpunkte des Konzeptes interessiert aufgenommen und in Teilen auch kontrovers diskutiert. Insgesamt aber seien die Ideen auf Anerkennung gestoßen, so Prinz.
In einer Region, für die der Tourismus Wirtschaftsfaktor Nummer Eins ist, in der mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze direkt vom Tourismus abhängig sind und in der der Wintersport eine herausragende Größe ist, ist der Klimawandel von existenzieller Bedeutung. Die Ferienwelt Winterberg hat bereits frühzeitig begonnen, sich auf die Entwicklung einzustellen. Aus diesem Grunde hatte das Umweltministerium eingeladen, das Konzept vorzustellen.
Der Ausbau der touristischen Angebote der „grünen Jahreszeit“ wie Wandern, Rad fahren und Funsport sollen die Abhängigkeit vom Wintergeschäft reduzieren. Gleiches gilt für die Schaffung von attraktiven Ganzjahresangeboten, wie im zukunftsträchtigen Gesundheitsbereich. Maßnahmen zur Energieeinsparung, Umweltschutzprojekte und Energieerzeugung aus regenerativen Ressourcen sollen dazu beitragen, die Folgen des fortschreitenden Klimawandels zu mildern.
Zu den Umweltschutzmaßnahmen gehört zum Beispiel die Konzentration der touristischen Nutzung auf spezielle Gebiete, um die Natur darum herum zu schonen. Dazu zählen zum Beispiel der Bikepark Winterberg, der Erlebnisberg Kappe, ausgewiesene Wander- und Radwegenetze. Die Förderung von umweltfreundlichen Freizeitangeboten wie Rad fahren, Wandern, Nordic Walking, aber auch neue Aktivangebote wie die E-Bikes passen sich nahtlos in das Konzept ein.
Weiterhin gilt es, Verständnis für den natürlichen Lebensraum schaffen, Zusammenhänge zwischen Natur und Klima darzustellen und über umweltschützende Maßnahmen informieren. Dies soll künftig das Sience Center Klimaberg Kahler Asten leisten.
Um den Wintersportanbietern weitere Einkunftsquellen zu öffnen, sind in den letzten Jahren verstärkt Projekte zur Liftnutzung im Sommer im beliebten und öffentlichkeitswirksamen Funsportbereich entstanden. Auf der anderen Seite sollen der Einsatz moderner, energiesparender Technik und neueste Erkenntnisse des Schneemanagements die Schnee-Erzeugung und -Konservierung im Winter effizienter machen.
„Sicher sind wir mit den Maßnahmen der letzten Jahre auf einem richtigen Weg, aber wir müssen natürlich Konsequent weiter am Profil und damit der Marke unserer Ferienwelt Winterberg arbeiten. Letztlich sind es Entwicklungs- und Anpassungsmaßnahmen, die über den Erfolg im Tourismus entscheiden.“, ist sich  Michael Beckmann, Tourismusdirektor der Ferienwelt Winterberg, sicher.
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Welcher Redakteur hat diesen Beitrag veröffentlicht? Veröffentlicht von: Redaktion
am 2. Nov 2009 und wurde einsortiert unter:
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