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Winterberg (Bü). Das wird ein Wiedersehen: Winterberg freut sich nach der grandiosen WM vor neun Monaten auf die Rückkehr der deutschen Bob- und Skeleton-Asse zu elektrisierenden Rennen in der VELTINS-EisArena. Vor dem BMW IBSF Weltcup Bob & Skeleton presented by VELTINS von Freitag bis Sonntag [04. bis 06. Dezember 2015] im Hochsauerland betrieben die Teams der Bundestrainer Christoph Langen und Jens Müller beim Auftakt der Wettbewerbsserie am letzten Wochenende in Altenberg gleich wieder mächtig Eigenwerbung.

Zweier-Weltmeister Francesco Friedrich (Oberbärenburg) gelang sogar ein Start nach Maß. Er siegte im kleinen sowie erstmals auch im großen Schlitten und feierte somit den ersten Doppel-Erfolg seiner Karriere: „Das hat gepasst.“ In der Königsklasse machten Nico Walther (Oberbärenburg) und Vierer-Weltmeister Maximilian Arndt (Oberhof) den Dreifach-Triumph perfekt. Eine klare Ansage der Mannschaft für die nächsten Rennen in Winterberg, aber mit Platz zwei im Zweier deutete der Lette Oskars Melbardis schon an, dass die spannenden Duelle mit dem Weltcup-Gesamtsieger des letzten Winters wohl eine Fortsetzung finden dürften.

In der zuletzt von Verletzungssorgen geplagten Friedrich-Crew feierte Jannis Bäcker ein optimales Comeback. Der Modellathlet vom BSC Winterberg hatte seinen Piloten 2013 in St. Moritz zum WM-Titel geschoben, die komplette letzte Saison jedoch wegen eines Anrisses der Patellasehne verpasst. Nach der bitteren Zuschauerrolle bei der Heim-Weltmeisterschaft winkt dem 30-Jährigen nun endlich wieder ein Auftritt auf der Hausbahn.

Das neue Logo der Veltins-EisArena. Grafik: © Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH

Das neue Logo der Veltins-EisArena. Grafik: © Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH

Bäckers Vereinskolleginnen Annika Drazek und Erline Nolte gehören als Anschieberinnen zum Team von Anja Schneiderheinze, die mit Franziska Bertels (beide Erfurt) in Altenberg als Fünfte das Podium verpasste. Drazek ist allerdings angeschlagen. In Winterberg kommt Erline Nolte zum Weltcup-Einsatz. Bei den Bob-Damen sind die Medaillenränge ebenso ein ambitioniertes Ziel wie bei den Skeleton-Herren, wo Axel Jungk (Oberbärenburg) im Osterzgebirge sechs Hundertstelsekunden zu Bronze fehlten. Beide Disziplinen liefern jedoch mit der Rückkehr der Doppel-Olympiasiegerin Kaillie Humphries (Kanada) in die Erfolgsspur bzw. mit dem sich erneut abzeichnenden Dauer-Duell zwischen Martins Dukurs (Lettland) und Alexander Tretiakov (Russland) attraktive internationale Aspekte.

Eher für einen deutschen Weltcup-Sieg infrage kommen die Skeleton-Damen, die zum Saisonauftakt beim Sieg der Britin Laura Deas auf den Plätzen zwei bis vier landeten. Mittendrin Jacqueline Lölling von der RSG Hochsauerland hinter Tina Hermann (Königssee) und vor Sophia Griebel (Suhl). Die bei ihrem Weltcup-Debüt „furchtbar aufgeregte“ Vizeweltmeisterin aus Brachbach war mit Position drei „sehr zufrieden“ und will darauf nun im Eiskanal an der Kappe wie auch Hermann und Griebel aufbauen. Winterberg darf sich freuen.

Quelle: Veltins EisArena Winterberg
Grafik: © Veltins EisArena Winterberg