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Winterberg. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Winterberg wurde am Sonntag [18. Oktober 2015] gegen 15:34 Uhr zu einem Brand in einem ehemaligen Gewerbebetrieb alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte waren bereits deutliche Flammen im Bereich des früheren Bürotraktes zu erkennen. Im weiteren Verlauf griff das Feuer auch auf den Dachstuhl über.

Nach Durchsuchung des seit längerer Zeit leer stehenden Gebäudekomplexes auf eventuelle Personen konnten sich die Einsatzkräfte auf die Löscharbeiten konzentrieren. Diese erfolgten sowohl von der Gebäudevorderseite als auch der -rückseite.

Personalintensiver Einsatz unter Atemschutz

Aufgrund der starken Rauchentwicklung waren Löscharbeiten nur unter Verwendung von Umluft unabhängigen Atemschutzgeräten möglich. Mehrere Einsatztrupps arbeiteten sich durch das verwinkelte Gebäude zum Brandherd vor. Parallel erfolgtedie Brandbekämpfung von außerhalb des Gebäudes, u.a. unter Einsatz der Winterberger Drehleiter.

Großeinsatz der Feuerwehr Winterberg bei einem Brand in einem ehemaligen Fabrikgebäude in Winterberg. Foto: © Andrea Radtke / Feuerwehr Winterberg

Großeinsatz der Feuerwehr Winterberg bei einem Brand in einem ehemaligen Fabrikgebäude in Winterberg. Foto: © Andrea Radtke / Feuerwehr Winterberg

Aufgrund des körperlich anstrengenden Einsatzes unter Atemschutz wurden im Verlauf weitere Feuerwehreinheiten aus dem Stadtgebiet zur Ablösung alarmiert. Insgesamt befanden sich rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. Leere Atemluftflaschen (ca. 80 Stück) wurden mit einem Fahrzeug der Kreisschirrmeisterei des Hochsauerlandkreises abgeholt und nach Brilon zum erneuten Befüllen gebracht.

Warnung der Bevölkerung aufgrund der starken Rauchentwicklung

Da das Feuer die Dachkonstruktion bereits in Mitleidenschaft gezogen hatte, konnte eine Gefährdung der sich im Gebäude befindlichen Kräfte nicht mehr ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund erfolgten die weiteren Löscharbeiten anschließend nur noch von außen bzw. über die Drehleiter. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden die Anwohner im Bereich des Baugebiets „Dumel“ und der Bahnhofstraße per Radiodurchsage aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Die Dachkonstruktion sowie mehrere Lagen Dacheindeckung erschwerten den Einsatzkräften den Zugang zu den einzelnen Brandstellen. Mit Hilfe von Motorsägen musste das Dach zeit- und personalintensiv geöffnet werden. Neben der Winterberger Drehleiter kam hierbei auch die zwischenzeitlich nachalarmierte Drehleiter aus der Nachbarstadt Medebach zum Einsatz. Die eingeleiteten Maßnahmen führten letztlich dazu, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Durch den massiven Einsatz der sich vor Ort befindlichen Kräfte konnte der Brand auf den Bürotrakt begrenzt werden, ein Übergreifen des Brandes auf die links und rechts angrenzenden ehemaligen Produktionshallen wurde erfolgreich verhindert.

Gegen 22:00 Uhr konnten die meisten Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen. Während der Nacht verblieb eine Brandwache des Löschzuges Winterberg mit 6 Personen sowie Löschfahrzeug und Drehleiter zur Kontrolle vor Ort. Ein Feuerwehrmann musste aufgrund von Kreislaufproblemen mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden und verblieb dort zur Kontrolle über Nacht.

Foto: © Feuerwehr Winterberg

Foto: © Feuerwehr Winterberg

Die Feuerwehreinheiten aus den Orten Altastenberg, Elkeringhausen, Niedersfeld, Siedlinghausen, Winterberg und Züschen sowie die Drehleiter aus Medebach befanden sich mit rund 100 Feuerwehrfrauen- und Männer sowie 17 Einsatzfahrzeugen vor Ort. Zusätzlich befanden sich Kräfte von Polizei, Energieversorger und Stadtwerken sowie Rettungsdienst und DRK zeitweise an der Einsatzstelle.

Am Montag [19. Oktober 2015] hat ein Brandermittler der Kriminalpolizei erste Ermittlungen vor Ort durchführen können. Dabei zeigten sich massive Schäden in dem ehemaligen Bürotrakt. Das Dach des Gebäudes ist stark beschädigt und einsturzgefährdet. Der entstandene Sachschaden liegt nach groben Schätzungen bei etwa 80.000 Euro.

Zur Ursache des Brandes können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine belastbaren Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen eines durch die Staatsanwaltschaft Arnsberg beauftragten Brandsachverständigen in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei dauern an.

Weitere Bilder des Einsatzes:

Foto: © Andrea Radtke / Feuerwehr Winterberg

Foto: © Andrea Radtke / Feuerwehr Winterberg

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Foto: © Andrea Radtke / Feuerwehr Winterberg

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Quelle: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Winterberg / Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis