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Winterberg / Berchtesgaden (ske). Nach der WM ist vor der WM: Winterberg hat sich offiziell um die Ausrichtung der Rennrodel-Weltmeisterschaft 2019 beworben. Ein entsprechender Antrag des Sportzentrums Winterberg, des BRC Hallenberg und des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) ist jetzt beim Rennrodel-Weltverband (FIL) eingegangen. Der Sportausschuss des BSD hatte am vergangenen Wochenende in Berchtesgaden einmütig grünes Licht für die Bewerbung gegeben.

Nach der BMW FIBT Bob & Skeleton WM in diesem Jahr ist es unser Ziel, 2019 ein würdiger Gastgeber für die Weltelite der Rennrodlerinnen und Rennrodler zu sein“, sagt Petra Sapp, die Geschäftsführerin des Sportzentrums Winterberg. „In wenigen Wochen erwarten wir erste Signale der FIL. Die endgültige Entscheidung fällt auf dem FIL-Kongress am 20. Juni 2015 in PyeongChang (Südkorea).“ Und vielleicht bringt der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018 den Winterbergern noch einmal Glück: am 16. Juli 2011 wurde dort beim Kongress des Bob- und Skeleton-Weltverbandes (FIBT) die Vergabe der Bob & Skeleton WM 2015 nach Winterberg beschlossen.

Petra Sapp ist optimistisch für Rodel-WM 2019. Foto: © Bobbahn Winterberg Hochsauerland

Petra Sapp ist optimistisch für Rodel-WM 2019. Foto: © Bobbahn Winterberg Hochsauerland

Sapp zeigt sich vorsichtig optimistisch, dass es 2019 mit der Rennrodel-WM klappen kann. „Bei der Bob & Skeleton WM haben sich die anwesenden Vertreter der FIL von der großartigen Atmosphäre in Winterberg anstecken lassen und waren begeistert.“ In der Tat: Weltverbands-Präsident Josef Fendt schwärmte in einer Talkrunde im VIP-Zelt von einer „phantastischen Weltmeisterschaft“. Auch auf der Sportausschuss-Sitzung in Berchtesgaden war der Tenor eindeutig: Die Bob & Skeleton WM in Winterberg war eine wunderbare Veranstaltung.

Alle drei Bundestrainer, Christoph Langen, Jens Müller und Norbert Loch, haben die Eisverhältnisse in der Bahn überschwänglich gelobt“, berichtet Sapp, die an der Sitzung teilgenommen hatte. „Es gab und gibt Signale, dass Winterberg nie wieder 20 Jahre auf eine WM warten muss. Durch unsere infrastrukturellen Maßnahmen haben wir den Anschluss an die Weltelite der Sportstätten gesucht und gefunden.

Unterdessen geht die Aufarbeitung der BMW FIBT Bob & Skeleton WM an der Winterberger Kappe weiter. Auch hier gibt es erfreuliche Daten: „In Deutschland haben die TV-Sender 11,5 Stunden, davon allein im ZDF 8,5 Stunden, berichtet. Dabei wurden über 118 Millionen TV-Zuschauer erreicht“, berichtet Alois Schnorbus, neben Petra Sapp Mitglied der OK-Leitung. „Das sind stolze Zahlen.

Alois Schnorbus kann auf "Stolze Zahlen und WM-Stimmung" zurückblicken. Foto: © Bobbahn Winterberg Hochsauerland

Alois Schnorbus kann auf „Stolze Zahlen und WM-Stimmung“ zurückblicken. Foto: © Bobbahn Winterberg Hochsauerland

Der ausländische TV-Markt werde noch ausgewertet. Mit 25.000 Zuschauern an den Wettkampftagen im Bahngelände und 5.700 Zuschauern zu den Veranstaltungen des WM-Rahmenprogramms im Stadtzentrum und im Event-Palast sind die Organisatoren absolut zufrieden.

420 Medienvertreter – so Schnorbus weiter – haben über die WM berichtet und die Stimmung nach draußen transportiert. „ Von der Stimmung schwärmen alle, auch vom ehrenamtlichen Engagement der Mitarbeiter.“ Der Präsident des Internationalen Bob- und Skeletonverbandes (FIBT), Ivo Ferriani, hatte Winterberg eine „verbale Goldmedaille“ verliehen. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, an den beiden letzten WM-Tagen gern gesehener Gast, zeigte sich vom Sport, der Atmosphäre und dem Rahmenprogramm „begeistert“. Im Sportausschuss des NRW-Landtages, den Sapp und Schnorbus besucht hatten, wurde vor allem das ehrenamtliche Engagement gelobt. Das sei „nur im Sauerland möglich“, hieß es.

In einem von der OK-Leitung unterzeichneten Dankesschreiben an die wichtigsten Partner, Teilnehmer und Mitwirkenden der Weltmeisterschaft wird noch einmal auf die einzigartige Stimmung während der WM Bezug genommen. Schon bei der Eröffnungsfeier sei die wunderbare Stimmung zu spüren gewesen, heißt es unter anderem. Überall – am Start, im Zielbereich, im Kreisel, in der Stadt, bei den öffentlichen Siegerehrungen und im WM-Zelt – sei diese wunderbare Stimmung, das besondere Winterberger WM-Flair, zu verzeichnen gewesen. „Dafür danken wir allen, die dazu beigetragen haben“, meinen Sapp und Schnorbus.

Quelle: Bobbahn Winterberg Hochsauerland