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Winterberg. Ski von anno dazumal, Skulpturen aus Eis, Kunst aus dem tiefsten Afrika, ja sogar Dinos: Die Museumslandschaft im oberen Hochsauerland ist äußerst bunt und vielfältig.

Bei der Langen Nacht der Museen am 27. Oktober 2012 haben Besucher Gelegenheit, all die spannenden Exponate quasi „auf einen Streich“ zu bewundern. Bei freiem Eintritt öffnen neun ausgewählte Stätten von 16 bis 24 Uhr ihre Pforten zur Entdeckertour.

Die Geister der Ahnen, die Götter sowie die Mächte, die mit Wald, Busch und Wasser verbunden sind, beschwört afrikanische Kunst herauf. Das Afrika-Museum in Olsberg-Gevelinghausen zeigt viele originale Stücke, welche die Familie Vogt bei ihrer Missionstätigkeit auf dem „Schwarzen Kontinent“ gesammelt hat.

Die Heimatstuben in Winterberg-Siedlinghausen zeigen nicht nur die Dorfentwicklung mit alten Fotos und heimatgeschichtlicher Literatur. Gäste erfahren dort auch Wissenswertes über die Eisenerzgewinnung und die Erfolgsgeschichte der Sensenhändler – bestaunen Hufeisen, Sensen, Pflugschare, Nägel und vieles mehr.

Borgs Scheune in Winterberg-Züschen blättert unterhaltsam das Geschichtsbuch auf – mit Kapiteln aus Handwerk und Volkskunde, Geologie und Archäologie. Viele Exponate zeugen vom einstigen Broterwerb der Menschen in der Region, darunter der letzte Waldschlitten sowie die Spinn- und Webstube.

Lange Nacht der Museen lädt zum abenteuerlichen Kulturbummel ein. Foto: Ferienwelt Winterberg

Auf eine Zeitreise durch 4,6 Milliarden Jahre Erdgeschichte begeben sich Besucher im Schwerspatmuseum in Medebach-Dreislar. Staunend betrachten sie Meteoriten und den sagenumwobenen Sternenstaub, besuchen einen authentischen Stollennachbau, bewundern Mineralien der Weltfundstätte Dreislar.

Die Entwicklung der Wintersportregion dokumentiert das Westdeutsche Wintersport Museum in Winterberg-Neuastenberg auf höchst vergnügliche Weise. Geflochtene Schneereifen, hölzerne Trittlinge, abenteuerliche Skimonturen, eine alte Stellmacherwerkschaft und vieles mehr führen auf dem Zeitstrom zurück bis zu den Anfängen des weißen Sports.

Im Infozentrum Kump in Hallenberg gibt es viel Heimatgeschichtliches zu sehen: Ausstellungstafeln der Hallenberger Stadtteile, Fauna und Flora in der biologischen Station sowie Historisches rund um die Freilichtbühne und die Hallenberger Osternacht. Im Außenbereich findet sich ein Kräutergarten – und nicht weit davon, im Eishäuschen, stellt Joachim Knorra seine Eiskunstwerke aus.

Das klassizistische Haus Hövener in Brilon beherbergt das umfangreiche Inventar der Stifterfamilie, die im Bergbau und Eisenhüttenwesen tätig war – Mobiliar, Ahnengalerie, Glockengießerei. Ein interaktives Stadtmodell ermöglicht Einblicke in das Briloner Leben vergangener Jahrhunderte. Und im Gewölbekeller findet sich die Sensation nicht nur für Kinder: Originalknochen des Iguanodon samt Dinosauriermodell.

In die „gute alte Zeit“ um 1900 entführt die Dreggestobe Düdinghausen: Dort gibt es Drechselmaschinen verschiedener Epochen, und die Drechsler lassen die Späne fliegen. Zum Museum gehören auch Bauern- und Schlafstube sowie eine dorf- und kirchengeschichtliche Ausstellung.

Mehr als genug staunenswertes Material, um einen angeregten Abend zu verbringen! Um die Lange Nacht der Museen rankt sich zudem ein attraktives Rahmenprogramm.

Quelle: Ferienwelt Winterberg