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Winterberg (ots). Ein Mann aus Siedlinghausen bekam am Montag [15. Februar 2016] einen Anruf einer unbekannten Frau. Diese gab sich als Mitarbeiterin einer Bank aus und berichtete dem Mann, dass dessen Konto gesperrt werde. Für weitere Informationen werde sich später eine Anwältin bei ihm melden.

Wenig später meldete sich dann auch tatsächlich eine Frau, die sich als Anwältin ausgab. Diese berichtete dem erstaunten Mann, er habe angeblich vor einiger Zeit einen Geldbetrag gewonnen. Da er diesen nicht versteuert habe, müsse er nun umgehend eine Strafe an eine Staatsanwaltschaft in der Türkei überweisen. Ansonsten werde sein Konto gepfändet.

Der Mann wandte sich ratsuchend an einen ihm privat bekannten Polizisten, der die Telefonanrufe dann schnell als das entlarvte, was sie sind: Betrug! Der Angerufenen hatte weder den Geldbetrag gewonnen, noch gibt es reale Forderungen einer türkischen Staatsanwaltschaft. Tatsächlich agieren hier gewiefte Betrüger, die ihre Opfer telefonisch unter Druck setzen, um an deren Geld zu gelangen.

Der Tipp der Polizei: Fragen Sie sich zunächst, ob Sie tatsächlich an einem Gewinnspiel teilgenommen und dort etwas gewonnen haben. Veranlassen Sie keinesfalls Überweisungen oder Geldübergaben aufgrund irgendwelcher Telefonanrufe. Sollten tatsächliche Forderungen im Raum stehen, so werden Sie immer von der entsprechenden Behörde schriftlich informiert. In diesen Schreiben werden Sie auch immer über Ihre Rechte (zum Beispiel Widerspruchsmöglichkeiten) hingewiesen. Lassen Sie sich auch nicht einschüchtern, wenn die Anrufer sich als Personen ausgeben, die es tatsächlich gibt und die bei einer Internetsuche gefunden werden können.

Regelmäßig zeigt sich, dass die Identität dieser Menschen missbraucht wird. Wird Ihnen andersherum ein Gewinn versprochen, für den Sie aber vor Erhalt dubiose Gebühren überweisen sollen, gilt der gleiche Tipp: Legen Sie einfach auf und beenden Sie das Telefonat. Wenden Sie sich bitte zeitnah an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis
Grafik: © Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis (mit Genehmigung zur redaktionellen Verwendung)