Print Friendly

Willingen. Der FIS Skisprung Weltcup in Willingen rückt unaufhaltsam näher. Vom 08. bis 10. Januar 2016 springen die besten Skispringer der Welt am Wochenende zwischen Vierschanzentournee und Skiflug-WM im Fokus der Sportwelt auf der Mühlenkopfschanze.

Derzeit dreht sich beim Ski-Club Willingen vieles darum, rechtzeitig genügend Schnee im Weltcup-Stadion am Fuße des Mühlenkopfs zu haben, um die größte Großschanze der Welt für die internationale Skisprung-Veranstaltung belegen zu können. Schanzenchef Wolfgang Schlüter ist voller Vorfreude: „Unser Weltcup findet auf jeden Fall statt.

Bis es soweit ist, muss aber noch jede Menge Arbeit von Mensch und Maschine geleistet werden. Doch der SC Willingen denkt bereits weiter. „Häufig hatten wir die Schanze fertig, dann kam im Vorfeld des Skispringens der große Schnee nach Willingen“, erinnert sich Weltcup-Pressechef Dieter Schütz an etliche Jahre, als die „Free Willis“ – wie sich die vielen freiwilligen Helfer des Ski-Clubs selbst nennen – schon in aller Herrgottsfrühe mit Schüppen auf den Sitzplatz- und Stehtribünen „klar Schiff“ gemacht haben. Und das manchmal sogar mehrfach am Tag und auch in der Nacht.

Ski-Club Willingen für alle Eventualitäten gewappnet. Foto: © SC Willingen

Ski-Club Willingen für alle Eventualitäten gewappnet. Foto: © SC Willingen

Auf unsere tollen Helfer können wir uns zu 100 Prozent verlassen, wir hatten beim letzten Weltcup mit mehr als 1.300 Free Willis sogar einen neuen Rekord“, berichtet Ski-Club-Präsident und OK-Chef Jürgen Hensel stolz. Dennoch erschwert diese zusätzliche Arbeit die umfangreichen Vorbereitungen, denn jede der etwa 30 (?) Abteilungen hat natürlich rund um die Uhr so schon genug zu tun. Um den Kult-Weltcup im waldeckischen Upland zu stemmen, benötigt der SCW jede Menge Man (und Women) Power.

Wir haben schon vor einigen Wochen eine neue Abteilung ins Leben gerufen, die wir scherzhaft Task Force Snowfall genannt haben“, so Schütz weiter. Was klingt wie der Titel eines James Bond-Filmes ist in Wahrheit nichts anderes als eine flexible Einsatztruppe zum Schneeschüppen bei Bedarf mit neuen Helfern aus Waldeck-Frankenberg und dem benachbarten Nordrhein-Westfalen. „Bislang haben sich rund zehn Schneeschipper, sieben Männer und drei Frauen, bei uns gemeldet, sogar aus Kassel und Eschwege kamen Anrufe“, freut sich Schütz.

Um zur Stunde X bei kräftigen Schneefällen in Willingen möglichst schlagkräftig zu sein, strebt der SC Willingen noch etliche weitere hilfreiche Hände an. „Es wäre prima, wenn wir mindestens 20 bis 25 „Free Schüpper“ zusammen bekommen“, hofft der Weltcup-Pressebetreuer des Veranstalters auf weiteren Zuspruch. Dafür muss das Projekt „Snowfall“ erst einmal bekannter werden. Deshalb bittet der Ski-Club darum, dass von den Medien, Mitgliedern, Helfern und Fans in nah und fern alle Kanäle der modernen Kommunikationstechnik bespielt werden. Die mobile Einsatzgruppe wird sich selbst ebenfalls gut untereinander vernetzen und eine WhatsApp-Gruppe gründen.

Für die tatkräftige Hilfe bei möglichen Schneefällen in der heißen Phase der Weltcup-Vorbereitungen möchte sich der SC Willingen bei allen fleißigen Schneeschippern bedanken. Es gibt für jeden nach getaner Arbeit ein kostenloses Ticket für den Weltcup-Sonntag [10. Januar 2016], wenn auf der Mühlenkopfschanze der Einzel-Weltcup über die Bühne gehen wird.

Wer sich der Task Force „Snowfall“ des SC Willingen zur ehrenamtlichen Unterstützung des Skisprung-Weltcups anschließen möchte, kann sich direkt bei Dieter Schütz unter 0171/6722323 melden (E-Mail: ds@sc-willingen.de).

Quelle: Dieter Schütz – Weltcup-Pressechef