Print Friendly, PDF & Email

Willingen. Neben Anna Häfele, Jenna Mohr und Stephan Leyhe muss ma sich beim Ski-Club Willingen einen weiteren Namen merken. Beim mit 47 Nachwuchsspringern aus elf Verbänden besetzten 6. FIS-Jugendspringen im Rahmen des Sommer Grand Prix’ in Hinterzarten mit den Talenten der Jahrgänge 1997 bis 1999 gewann überraschend der 13-Jährige Julian Pitea aus Rumänien mit Weiten von 73,5 und 74,5 Metern und der Gesamtnote 243,6.

Nur zwei Punkte dahinter lag mit dem ein Jahr älteren Paul Winter vom SCW der beste Deutsche, der im Probedurchgang 78 Meter erreicht hatte und damit bis auf zwei Meter an den von Tobias Simon (Breitnau) seit 2006 gehaltenen Sommerrekord von 80 Metern herangekommen war. Im Wettkampf landete Winter zur Freude seines Heimtrainers Jörp Pietschmann zweimal bei 74 Metern (Note 241,6). Dahinter folgten zwei Schweizer und zwei Slowenen vor dem besten Österreicher Patrick Kogler, Sohn des ehemaligen Skiflug-Weltmeisters Armin Kogler. „Der DSV hat gesehen, dass wir in dieser Region immer wieder Talente herausbringen„, freute sich Pietschmann und sprach von der „Woche des SC Willingen“, nachdem Häfele zuvor in Meinerzhagen deutsche Meisterin im Frauenskispringen geworden war.

Paul Winter (SCW). Foto: SC Willingen

Ein internationales Jugendspringen in den Sommer-Grand-Prix einzubauen, diese Idee hatte FIS-Renndirektor Walter Hofer. Der Nachwuchs soll dort an den Start gehen, wo auch die Vorbilder springen. „Für die Jugendlichen sind dabei zwei Dinge etwas ganz Besonderes. Zum einen erhalten sie die gleiche Akkreditierung wie die Erwachsenen, zum andern wird erstmals ihr Sprunganzug plombiert,“ so Hofer, der auch ankündigte, dass es bei allen Weltcups im Frauenskispringen ein TV-Signal geben werde.

Hofer ergänzte:“Die Jugendlichen nehmen die Einladung zu diesem Wettbewerb gerne an, wenn es in ihre Schulzeit passt und für die Verbände finanzierbar ist.“ Hinterzarten sei ein idealer Wettkampfort für Mitteleuropa. Um die Reisekosten für die Teams zu senken, sollten die Wettbewerbe aber noch regionaler werden: „Beispielsweise ein Springen in Skandinavien, ein weiteres in Osteuropa oder auch in Japan. Das senkt die Reisekosten und es könnten auch Mädchen mitspringen.“ OK-Chef Hermann Wehrle bedauerte, dass 2011 Hinterzarten als einziger Grand-Prix-Wettkampfort ein FIS-Jugendspringen anbietet.

Quelle: SC Willingen