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Willingen. Zum ersten Mal seit der Premiere des Weltcup-Skispringens 1995 trägt der Ski-Club Willingen die große internationale Wintersportveranstaltung auf der Mühlenkopfschanze am Karnevals­Wochenende aus. „Wir wissen noch nicht, was da auf uns zukommt, aber das Feiern großer sportlicher Erfolge passt auch zu Karneval ganz hervorragend, ob nun mit oder ohne Verkleidung„, sagt Ski-Club-Pressesprecher Dieter Schütz.

Der SCW hofft darauf, dass das gute Abschneiden der deutschen Skispringer bei der 61. deutsch-österreichischen Vierschanzentournee beste Werbung gewesen ist. Zu keiner anderen Zeit des Jahres steht das Skispringen mit Millionen Zuschauern an den Fernsehgeräten so im Fokus wie zur Jahreswende.

Severin Freund Co. haben bewiesen, dass sie zur Weltspitze gehören und mit den österreichischen Top-Stars wie Schlierenzauer, Kofler und Morgenstern, Vorjahres-Gesamtweltcupsieger Bardal und Rückkehrer Jacobsen aus Norwegen oder dem Schweizer Vierfach-Olympiasieger Ammann gut mithalten kann.

Die Nationenwertung nach der Tournee zeigt, dass der Kampf um das 100.000-Euro-Extrapreisgeld für den Dreikampf in Willingen, Klingenthal und Oberstdorf (Skifliegen) so spannend wie noch nie ist: Österreich führt mit 2.503 Punkten, aber Deutschland 2265 und Norwegen 2012 fliegen im Kampf um die Lufthoheit durchaus in Reichweite. Wer kann am Ende die Prämie nach eigenem Schlüssel unter sich aufteilen? Wieder Österreich oder wie bei der Premiere Norwegen? Vielleicht sogar erstmals Deutschland?

Logo der Verivox.de Team Tour 2013. Grafik: SC Willingen

Logo der Verivox.de Team Tour 2013. Grafik: SC Willingen

Unsere Adler zeigen der Konkurrenz, wo der Hammer hängt„, schürt auch Schütz die Erwartungen der heimischen Skisprungfans auf deutsche Erfolge in Willingen. 2011 hatte Severin Freund hier mit seinem Einzelsieg die Massen in einen wahren Euphorietaumel versetzt. Niemand hätte aus deutscher Sicht etwas dagegen, wenn sich dieser Triumph beim Willinger Weltcup-Wahnsinn vom 8. bis 10. Februar 2013 wiederholt.

Schnee für den Weltcup haben Schanzenchef Wolfgang Schlüter und sein Team an den kalten Tagen Anfang Dezember bereits produziert. Zu Weihnachten war das „weiße Gold“ aufgrund der warmen Witterung und es anhaltenden Regens von etwa 15 kräftigen SCW-Helfern unter eine riesige weiße Plane verpackt worden.

Auch 2013 werden wieder bis zu 30.000 Skisprung-Anhänger an den drei „tollen Tagen“ an der Mühlenkopfschanze erwartet. Rund 1.000 „Free Willis“, wie sich die vielen ehrenamtlichen Helfer selbst scherzhaft nennen, werden einmal mehr dafür sorgen, dass das Willinger Weltcup-Skispringen reibungslos abläuft und sich alle Gäste des Wintersportspektakels in Willingen und an der Schanze wohl fühlen.

Der Ski-Club Willingen hofft immer noch darauf, dass wie im Vorjahr mit dem 20-jährigen Stephan Leyhe auch ein Lokalmatador die Qualifikation für den Weltcup schafft. „Das bringt auf einen Schlag 2.000 Leute mehr an die Schanze, wenn einer von uns springt„, drückt Ski-Club-Präsident und Weltcup-OK-Chef Jürgen Hensel dem „jungen Hüpfer“ ganz besonders die Daumen.

Quelle: SC Willingen