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Warstein. Als erste und einzige Brauereien in Deutschland verfügen die Warsteiner Brauerei sowie die Herforder und Paderborner Brauerei über ein Zertifikat für ihre Energiemanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001:2011.

Damit gehören diese drei Braustätten der Warsteiner Gruppe zu den Betrieben, die nach den strengen Zertifizierungsauflagen des TÜV NORD CERT nachhaltig den Schutz der Umwelt sowie die Energie- und Ressourcenschonung kontinuierlich verbessern.

Bereits im Dezember 2011 war bei der Warsteiner Brauerei die Freude groß, als ihr der TÜV NORD CERT auf der Essener Energiefachmesse E-world energy&water die Zertifizierungsurkunde für ihr genormtes Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 16001:2009 aushändigt hatte. In einem solchen Energiemanagementsystem sind alle energierelevanten Abläufe im Unternehmen strukturiert zusammengeführt und durch regelmäßige Messungen erfasst.

Strahlende Gesichter bei der Zertifikatsübergabe am Montag in Warstein (v.l.n.r.): J. Ripping, H. Hoffmann, C. Cramer, M. Hustermeier, P. Himmelsbach und F. Rottmann. Foto: Warsteiner Brauerei

Bei der Zertifizierungsnorm DIN EN 50001 handelt es sich um ein seit Jahresbeginn erweitertes, noch anspruchsvolleres Leistungsspektrum, das Unternehmen bei ihrem Energiemanagementsystem zu berücksichtigen und erfüllen haben. Dabei wird die genaue Kennzahlenfestlegung und –Ermittlung für die Energieverbrauchswerte nicht nur für das Gesamtunternehmen, sondern – heruntergebrochen – auch für einzelne Abteilungen separat erfasst. Zudem müssen Zielkennzahlen für den Energieverbrauch für das Folgejahr aufgestellt werden, um den künftigen Energieeinsatz kontinuierlich zu optimieren.

Die Investitionen in Produktions- und Messtechnik sowie der enorme Arbeitszeit und Personalaufwand, der notwendig ist, um sich ein solch differenziertes Energie-managementsystem aufzubauen und zertifizieren zu lassen, werden öffentlich kaum wahr genommen“, weiß Peter Himmelsbach, Geschäftsführer Technik der Warsteiner Gruppe, um die fehlende Emotionalität rund um solche strategischen Unternehmens-entscheidungen. „Um so stolzer bin ich auf unsere Mitarbeiter, die mit hoher Kompetenz in kürzester Zeit an den drei Standorten diese komplexen Aufgaben bestens erfüllt haben“, so Himmelsbach.

Hightech für Forschungszwecke: Die Warsteiner Brauakademie für Forschung und Entwicklung wurde Anfang 2011 in Betrieb genommen. Foto: Warsteiner Brauerei

Wesentliche Erkenntnisse für die Reduzierung des Energieverbrauchs beziehen die Brauereien des sauerländischen Familienunternehmens heute aus der komplexen Energiezählerstruktur und der „Warsteiner Brauakademie für Forschung und Entwicklung“, in der seit Anfang 2011 an innovativen Lösungen im Hinblick auf Ressourcen schonende Produktionsprozesse gearbeitet wird. Ergebnisse aus den Forschungsarbeiten der Akademie lassen sich später 1:1 auf die Großanlagen der Brauereien übertragen. „Durch unsere zertifizierten Managementsysteme schonen wir nicht nur die Umwelt, sondern können auch nachhaltiger wirtschaften und sparen durch den reduzierten Einsatz von Energie Kosten“, beschreibt Himmelsbach die Vorteile der systematischen Vorgehensweise. Als letzter Standort der Warsteiner Gruppe soll im September das Energiemanagementsystem der König Ludwig Schloßbrauerei in Fürstenfeldbruck zertifiziert werden.

Am Montag [16. Juli 2012] in Warstein überreichte Holger Hoffmann, Leiter des Fachbereichs Umwelt- und Klimaschutz von TÜV NORD CERT, die drei Zertifizierungsurkunden für die Brauereien in Warstein, Herford und Paderborn in Anwesenheit von Catharina Cramer, geschäftsführende Gesellschafterin der Warsteiner Gruppe, Peter Himmelsbach sowie Frank Rottmann, technischer Leiter der Herforder Brauerei, Jürgen Ripping, Leiter Instandhaltung der Paderborner Brauerei, und Marcel Hustermeier vom Betriebsengineering der Warsteiner Brauerei.

Quelle: Warsteiner Brauerei