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Warstein. Seit dem Auftreten der bedauerlichen Erkrankungsfälle in Warstein hat die Warsteiner Brauerei zu jedem Zeitpunkt die Bemühungen der zuständigen Behörden unterstützt, die Ursachen zu identifizieren. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen vorsorglich und aus eigener Initiative in ihren Anlagen und technischen Systemen durch das Hygiene-Institut Gelsenkirchen Proben entnehmen und durch das unabhängige Institut begutachten lassen.

Alle Proben, die uns bis Dienstag [10. September 2013] 16 Uhr, vorlagen, erschienen zunächst unbedenklich. Zudem hat das Unternehmen über den gesamten Zeitraum alle vorliegenden Analysenergebnisse den zuständigen Behörden unverzüglich und vollständig zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde von der Brauerei bei Bekanntwerden der ersten Krankheitsfälle in der Stadt Warstein vorsorglich eine Task Force zur Organisation und Steuerung notwendiger Aktivitäten gebildet.

Am frühen Abend des 10. September 2013 wurde der Warsteiner Brauerei vom Kreis Soest mitgeteilt, dass – wie bereits an anderen Stellen in Warstein nachgewiesen – auch im Abwasser am Ausgangsbereich des Abwasservorbehandlungs-Beckens Legionellen gefunden wurden. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse hat die Brauerei beschlossen, unverzüglich konkrete Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen.

Die Warsteiner Brauerei unterstreicht in diesem Zusammenhang erneut, dass allen Fragen der Produkt- und technischen Sicherheit im Unternehmen größte Aufmerk-samkeit und Sorgfalt gewidmet wird. „Die Verantwortung für die Sicherheit der technischen und baulichen Anlagen der Brauerei nimmt das Management außer-ordentlich ernst“, betont Peter Himmelsbach, Geschäftsführer Technik der Warsteiner Brauerei. „Auch über unsere regelmäßigen Zertifizierungen stellen wir sicher, dass die hohen Anforderungen, die unsere Stakeholder im Rahmen der Lebensmittelsicherheit, Produktqualität und des Umweltmanagements an uns stellen, vorbildlich erfüllt werden“, ergänzt Frank Homann, Qualitätsmanagementbeauftragter der Warsteiner Brauerei.

Gestützt auf den Sachverstand und die Erfahrung ihrer Expertenteams wird die Warsteiner Brauerei auch weiterhin mit höchster Priorität zur Aufklärung beitragen und die Behörden bei ihrer Arbeit aktiv unterstützen. Die politischen Verantwortlichen, die Stadt Warstein, die zuständigen Aufsichtsbehörden und die Warsteiner Brauerei sind sich darin einig, dass die oberste Priorität dem Schutz der Bevölkerung vor weiteren Legionellen-Erkrankungen gilt. In diesem Sinne hat und wird die Warsteiner Brauerei mit ihren Kompetenzen und Ressourcen alles Notwendige tun.

In der am Mittwoch [12. September 2013] in Düsseldorf stattgefundenen Besprechung mit der Landesregierung wurde von der Warsteiner Brauerei ein entsprechender Maßnahmenplan vorgestellt und gebilligt. Dieser umfasst folgende Einzelschritte:

  1. Sofortige Bildung eines Krisenmanagement-Teams durch die Geschäftsführung unter Einbindung aller fachlichen Ressorts. Das Team berichtet permanent an die Geschäftsführung
  2. Beauftragung und Konzipierung der Abdeckung der relevanten Abwasservor-behandlungs-Becken und -Rinnen
  3. Sofortige Prüfung und Realisierung von technischen Maßnahmen zur deutlichen Reduzierung der Legionellen in der Abwasservorbehandlung.
  4. Veranlassung von präventiven Schutzmaßnahmen im Bereich der Abwasservor-behandlung für Mitarbeiter und Fremdfirmen
  5. Sofortige Einstellung des Besucherbetriebs, solange die Reisewarnung für die Stadt Warstein bestehen bleibt
  6. Beauftragung von neutralen Instituten für tägliche Probenentnahmen und anschließende Laboranalysen (tägliches Monitoring)
  7. Permanentes Controlling durch die Geschäftsführung und Dokumentation.

Höchste Priorität für die Warsteiner Brauerei ist zum jetzigen Zeitpunkt, alles Mögliche zu unternehmen, um weitere mögliche Risiken für die Gesundheit der Mitarbeiter und der Bürger der Stadt Warstein auszuschließen.

Quelle: Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG