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Kreis Soest/Warstein (kso). Der Krisenstab und das Gesundheitsamt des Kreises Soest bleiben bei den ausgesprochenen Empfehlungen zum vorbeugenden Gesundheitsschutz. Danach sollten unter anderem vermeidbare Reisen nach Warstein nicht angetreten werden. Die Einschätzung, der Aufenthalt in geschlossenen Räumen vermindere das Infektionsrisiko, bleibt bestehen. Auch der Appell, bei Symptomen zum Arzt zu gehen, gilt in Zusammenhang mit dem Legionellenausbruch in Warstein weiter.

Eigentlich gab es zwei gute Nachrichten, die für eine optimistische Stimmung im Krisenstab sorgten. Es war kein weiterer Erkrankungsfall gemeldet worden, so dass seit Montag [09. September 2013] die Patientenzahl stagniert und die Erkrankungs- welle offensichtlich abebbt. Gleichzeitig erreichte den Krisenstab die Mitteilung, dass der Zulauf von der Produktionsstätte der Warsteiner Brauerei in die betriebseigene Abwasserbehandlungsanlage frei von Legionellen ist. Allerdings waren weitere Zahlen nicht so positiv. So wurde die Kontamination des Ablaufs aus dem Becken der Brauerei-Kläranlage im Rahmen eines weiteren Vorabergebnisses nun mit 2,5 Mio. KBE/100 ml beziffert. Dieser Wert lag am Vortag noch bei 0,5 Mio. KBE/100 ml. Der Wert am Eingang der kommunalen Kläranlage ist auf 230.000 KBE/100 ml gestiegen.

Im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes entschlossen sich die Mitglieder des Krisenstabes und die einbezogenen Experten daraufhin, umgehend über die bereits verfügten Maßnahmen heraus technische Lösungen zu veranlassen, die das belastete Becken „vom Netz“ nehmen. Bei einem telefonischen Kontakt mit der Warsteiner Brauerei stellte sich heraus, dass dieses nicht in Stundenfrist zu regeln ist. So vertagte sich der Krisenstab auf Montag. „Wir setzen damit unseren konsequenten präventiven Weg fort“, brachte es Landrätin Eva Irrgang auf den Punkt.

Mitte der Woche war bekannt geworden, dass die Betriebskläranlage der Warsteiner Brauerei eine hohe Legionellen-Belastung aufweist. Der Kreis hatte Schutzmaßnahmen angeordnet. Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes ist verfügt worden, das mit Legionellen belastete Klärbecken abzudecken. Dafür wurde eine Frist bis zum 18. September 2013 gesetzt. Zusätzlich wird eine UV-Desinfektionsanlage installiert.

Das Bürgertelefon bleibt bis einschließlich Montag [16. September 2013] weiter besetzt. Am Samstag [14. September 2013] von 8 bis 18 Uhr und am Sonntag [15. September 2013] von 8 bis 16 Uhr.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest