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Kreis Soest (kso). Der Stab außergewöhnliche Ereignisse (SAE) oder kurz auch Krisenstab, den die Kreisverwaltung in Zusammenhang mit der Erkrankungswelle nach dem Legionellenausbruch in Warstein gebildet hat, traf sich zu seiner letzten Sitzung am Mittwoch [25. September 2013] im Rettungszentrum des Kreises am Soester Boleweg.

Kreisdirektor Dirk Lönnecke als Leiter des Gremiums übergab die Aufgaben an die Arbeitsebene bzw. die zuständigen Stellen. So wird eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Unteren Wasserbehörde beim Kreis, der Oberen Wasserbehörde der Bezirksregierung Arnsberg und der Stadt Warstein die Legionellenbelastung in Wäster und Möhne mit Hilfe des von der Bezirksregierung auf den Weg gebrachten Monitorings im Blick behalten. Regelmäßig sollen in den kommenden Wochen weitere Proben gezogen werden, um die Wirksamkeit der veranlassten Maßnahmen zu kontrollieren. So passieren die Abwässer sowohl an der Kläranlage des Ruhrverbandes als auch an der betrieblichen Abwasserbehandlungsanlage der Warsteiner Brauerei mittlerweile UV-Desinfektionsanlagen, die geeignet sind, Legionellen abzutöten.

Nach den dem Stab vorliegende Probeergebnissen zeigt die Tendenz der Legionellenbelastung in den Gewässern erst leicht nach unten. So gilt die Allgemeinverfügung mit dem Verbot, Wasser zum Gemeinverbrauch aus Teilen von Wäster und Möhne zu entnehmen, weiterhin. Vertreter der Bezirksregierung teilten allerdings die erfreuliche Nachricht mit, dass nirgendwo im Regierungsbezirk Legionellen im Trinkwasser gefunden worden seien. Die Untersuchung der Kläranlagen habe ergeben, dass Legionellen entweder gar nicht oder nur in unbedenklichen Konzentrationen vorhanden seien. Insofern sei die Belastung der beiden Kläranlagen in Warstein in der Tat ein außergewöhnliches Ereignis.

Quelle: Pressemeldung Kreis Soest