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Kreis Soest/Warstein. Mit dem offiziellen ersten Spatenstich durch Bürger-meister Manfred Gödde, Ortsvorsteherin Elke Bertling und Winfried von Schroeder, Dezernent für Bau, Kataster, Straßen und Umwelt, begann am Mittwoch, 4. Mai 2011, die Baumaßnahme zum Hochwasserschutz und zur Umgestaltung der Möhne am Schulzentrum in Belecke.

In der Vergangenheit und besonders beim letzten Hochwasser der Möhne im August 2007 kam es zu ausgedehnten Überflutungen im Bereich des Schulzentrums, der Sportplätze und der angrenzenden Wohnsiedlung. Der Kreis Soest hat in Kooperation mit der Stadt Warstein die Planung einer Hochwasserschutzmaßnahme in Auftrag gegeben, die im November 2010 genehmigt wurde.

Grundcharakter der Maßnahme ist eine Sicherheitslinie, die entlang des Schul-zentrums, der Sportplätze und der Siedlungsflächen gezogen wird und somit Über- flutungen bei Hochwasser der Möhne verhindert. Die Länge dieser Sicherheitslinie wird 665 Meter betragen. Der gepflasterte Weg nördlich des Schulzentrums wird dazu aufgehöht. Entlang der Siedlungsflächen und der Sportplätze wird eine flache Gelände-aufhöhung von 75 Zentimetern erstellt, die für Grünlandbewirtschaftung weiterhin zur Verfügung steht.

Mit dem offiziellen ersten Spatenstich durch Elke Bertling (3. v. l), Ortsvorsteherin von Belecke, Manfred Gödde (5. v. l.), Bürgermeister der Stadt Warstein, sowie Winfried von Schroeder (4. v. r.), Dezernent für Bau, Kataster, Straßen und Umwelt beim Kreis Soest begann die Baumaßnahme zum Hochwasserschutz und zur Umgestaltung der Möhne am Schulzentrum Belecke. Mit dabei waren Vertreter der ausführenden Baufirma, des Ingenieurbüros, der Abteilung Wasserwirtschaft des Kreises Soest und der Politik. Foto: Thomas Weinstock/Pressestelle Kreis Soest

Für diese Erdbauwerke sind rund 6.000 Kubikmeter Boden erforderlich. Daher wird parallel, im Sinne der EG-Wasserrahmenrichtlinie, die angrenzende Möhne naturnah umgestaltet und die anfallenden Bodenmassen zum Bau der Sicherheitslinie verwendet. Ebenfalls ist eine Binnenentwässerung für das anfallende Oberflächenwasser erforderlich. Für den entfallenden Retentionsraum von 10.000 Kubimetern ist ein Ausgleich zu leisten. Dieser soll als naturnahe Umgestaltung der Möhne erfolgen. Die Erdarbeiten haben wegen des seit Tagen anhaltenden guten Wetters bereits begonnen. Wenn das Wetter mitspielt, wird die Maßnahme Mitte August abgeschlossen sein.

Auftraggeber der Baumaßnahme sind der Kreis Soest und die Stadt Warstein. Die Planung und örtliche Bauüberwachung liegt in den Händen der Firma Sönnichsen & Partner aus Minden. Die ausführende Firma ist Redeker Tiefbau aus Erwitte. Die Baumaßnahme wird aus Mitteln des Konjunkturpaketes II finanziert: Die Kosten belaufen sich auf 415.000 Euro und setzen sich wie folgt zusammen: Planungskosten 73.000 Euro, Bauausführung 330.000 Euro und Grunderwerb 12.000 Euro.

Bürgermeister Manfred Gödde ist dem Kreis dankbar, dass die Baumaßnahme endlich durchgeführt wird. Er erinnerte beim Spatenstich daran, dass das Gebiet bereits vor 30 Jahren als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen gewesen sei. Ortsvorsteherin Elke Bertling ist froh, dass nun nicht mehr nach jedem Unwetter die Sorge vor Überflutungen bestehe. Das Grundwasserproblem sei aber noch nicht gelöst. Winfried von Schroeder, Dezernent für Bau, Kataster, Straßen und Umwelt, freute sich über das gemeinsame Projekt von Stadt und Kreis: „Wir haben die Gunst der Stunde genutzt und setzen dieses Projekt nun gemeinsam mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II um.“ Er betonte zudem, dass die Maßnahme von den politischen Gremien positiv begleitet worden sei. Norbert Hurtig von der Abteilung Wasserwirtschaft ergänzte: „Wir verbinden mit diesem Projekt Hochwasserschutz mit naturnahem Ausbau der Möhne.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest