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Warstein. Große Freude bei WIM-Geschäftsführer Hermann Löser: „Wir haben in diesem Jahr zehn neue Sonderformen zu Gast“, berichtet er stolz. Für die Zuschauer sind diese Hingucker ein Highlight am Sauerländer Himmel. „Neben den alten Bekannten wie dem Brandenburger Tor oder dem Orient-Express freue ich mich besonders auf ‚Miss Daisy‘, weil sie jedem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert und die große Schwester unserer Sonnenblume ist“, erklärt der Ballonpilot.

Seit 1998 tourt das lächelnde und zwinkernde Gänseblümchengesicht durch die Welt von einem Ballonfestival zum anderen. In diesem Jahr macht „Miss Daisy“, die Vorlage für die Welcome Sonnenblume, auch bei der WIM 2014 Halt. Das über 500 Kilogramm schwere und knapp 5.700 Kubikmeter füllende Marienblümchenlächeln mit seinem Piloten Daniel Stukas aus den USA wird die WIM in diesem Jahr bereichern und mit der Sonnenblume um die Wette schmunzeln.

Die Vorlage zur Welcome Sonnenblume - das Gänseblümchen "Miss Daisy" - ist zu Gast bei der WIM 2014. Foto: © Bennie Bos

Die Vorlage zur Welcome Sonnenblume – das Gänseblümchen „Miss Daisy“ – ist zu Gast bei der WIM 2014. Foto: © Bennie Bos

Ganz einfach ist das Steuern der Sonderformen nicht“ weiß Löser. „Die überdimensionalen Ausmaße und die extrem windanfälligen Formen erfordern von Piloten ein besonderes Geschick“, merkt er an. „Es ist aufwendig beim Auf- und Abrüsten und zum Teil auch nicht ganz leicht bei böigen Windverhältnissen“, bestätigt auch Daniel Stukas, Pilot der Sonderform Miss Daisy. „Wir haben zudem den Sonderfall, dass wir vor dem Start erst einmal jedes einzelne Blüten-Blatt mit Klettverschlüssen schließen müssen. Das kostet Zeit“, fügt er an.

Aufwendig wird in jedem Fall auch das Auf- und Abrüsten von Schneewittchen, Matroschka und Co. Bei einer Höhe von 20 Metern und einem Volumen von 2.600 Kubikmetern kann es bei der russischen Puppe schon einmal etwas länger dauern, bis sie in voller Größe zu sehen ist. Auch Schneewittchen, die märchenhafte Ballon-Sonderform, ist nicht ganz einfach in der Handhabung. „Unser Schneewittchen ist mit einem Volumen von 3.000 Kubikmetern und einer Höhe von 50 Metern doch ganz schön groß geraten. Aber wir haben mit dem Lakritz-Männchen Berty Bassett, dem Babybell-Käse und auch dem Action-Man sehr viel Erfahrung bei besonders ausufernden Sonderformen“, erklärt Ballonpilot Andrew Kaye aus Großbritannien.

Der 68 Meter hohe "Kremelturm" wird auch am sauerländer Himmel zu sehen sein. Foto: © WIM

Der 68 Meter hohe „Kremelturm“ wird auch am sauerländer Himmel zu sehen sein. Foto: © WIM

Nicht Schneewittchen, aber Dornröschen könnte man sie nennen – die Cornetto Eistüte. In Großbritannien hergestellt, absolvierte die Sonderform 1995 ihre Jungfernfahrt und legte von 1997 bis zum vergangenen Jahr ihren Dornröschenschlaf ein. Auf dem Warsteiner Montgolfiadegelände wird die 31 Meter hohe und knapp 3.000 Kubikmeter fassende Eistüte mit der Kennung D-OICE und Pilot Thomas Steflitsch zum ersten Mal am 05. September 2014 zu sehen sein.

Ebenfalls erstmals in Warstein ist der Kremlturm von Pilot Stanislaw Fuodoroff aus Russland. „Mit 68 Metern ist dies die höchste Sonderform, die wir je bei der WIM begrüßen konnten“, freut sich WIM-Chef Hermann Löser. Das Luftgefährt mit einem Volumen von 3.600 Kubikmetern ist in allen Details einem der markanten Türme des Moskauer Kreml nachgebildet. Von ihrer Heimat im russischen Reutov nehmen die Piloten eine gut 2.300 Kilometer lange Anreise in Kauf.

Über 11.000 Kilometer werden die je 3.400 Kubikmeter großen Kängurus „Polly“ und „Tom“ mit dem Piloten Filipe Tostes aus Brasilien anreisen. Mit seinem Woody Woodpecker ist der Ballöner den Besuchern der WIM 2012 noch in guter Erinnerung. „Filipe hat es bei uns so gut gefallen, dass er dieses Mal unbedingt wieder dabei sein will“, bestätigt Löser. Und er kommt nicht allein: Neben Mauro Chemin, der sich um Känguru-Dame Polly kümmert, wird sein ebenfalls brasilianischer Pilotenkollege Francisco Naccarato mit von der Partie sein. Mit der 30 Meter hohen Wespe „Yellow Jacket“ ist dieser das erste Mal in Deutschland zu Gast.

Über 11.000 Kilometer reist die Känguru-Dame "Polly" an. Foto: © Bennie Bos

Über 11.000 Kilometer reist die Känguru-Dame „Polly“ an. Foto: © Bennie Bos

Seine Premiere feiert der erst im vergangenen Jahr in Taiwan präsentierte Angry Bird, ein Special Shape in Form eines Vogels aus einem bekannten Smartphone-Spiel. Sein Pilot Gary Kaye Moore kommt aus Arizona und ist überzeugt: „Unser Vogel wird ein Highlight bei der WIM sein. Die Fangemeinde des gleichnamigen Spiels ist riesig, davon profitieren wir.“ Die 35 Meter hohe und 3.000 Kubikmeter fassende Sonderform wird ab dem ersten WIM-Wochenende vor Ort sein.

Das Sparkassen-Sparschwein, von Pilot Joachim Theis aus Wetzlar gefahren, wurde im Jahr 2011 bei Schröder Fire Balloons mit einem Volumen von 4.250 Kubikmetern gefertigt. Dabei wurden insgesamt 2.900 Quadratmeter Stoff und 20 Kilometer Garn verwendet – immerhin eine Strecke von Warstein bis in den Nachbarort Erwitte.

Quelle: Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG