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Sundern / Hachen. Zur Bürgerversammlung und zum Austausch von Informationen über das Thema „Menschen auf der Flucht“ trafen sich am Dienstagabend [15. Dezember 2015] rund 80 Hachener im Pfarrheim. Stephan Urny, Melanie Fricke und Stefan Görlich von der Stadtverwaltung und Thomas Wiethoff vom Flüchtlingsnetzwerk Sundern sowie Ortsvorsteherin Claudia Hachenei stellten sich den Fragen der zahlreichen Besuchern.

Dezentrale Unterbringung angestrebt

Stephan Urny informierte darüber, dass 2015 bereits 564 Menschen in Sundern angekommen sind und hier Zuflucht suchen. In Hachen sind zurzeit 68 Flüchtlinge untergebracht. Erfreulicher Weise, so Stephan Urny, konnten Familien mit insgesamt 40 Familienmitgliedern in privaten und 12 in städtische Wohnungen dezentral untergebracht werden. Darüber hinaus haben im Augenblick 16 Flüchtlinge in der Sammelunterkunft an der Hochstraße eine Bleibe gefunden. Darüber hinaus laufen zurzeit Gespräche mit dem Eigentümer Hachener Str. 149 (ehemals Haus Richter) über die eventuelle Nutzung dieser Immobilie.

Foto: © Klaus Plümper

Foto: © Klaus Plümper

Von der Stadt steht die Überlegung an, hier kleinere Wohneinheiten, und eine Wohngruppe für junge Flüchtlinge – mit ständiger Betreuung – einzurichten. Die Realisierung ist allerdings, so Stephan Urny, abschließend noch nicht geklärt.

Positive Erfahrung in Enkhausen

Enkhausens Ortsvorsteher Gerhard Hafner informierte engagiert und offen über die überwiegend positiven Erfahrungen, die die Enkhauser seit der Ankunft der ersten Flüchtlinge vor etwa acht Wochen gewonnen haben. Offener Umgang mit der neuen Situation, schnelle Kontaktaufnahme und Einbindung in die örtlichen Vereine und Strukturen, so Gerhard Hafner, sind die beste Möglichkeit eine schnelle und gute Integration zu gewährleisten.

Spontane Bereitschaft zur Hilfe erklärt

Spontan erklärten sich viele Teilnehmer bereit Hilfestellung und Unterstützung zu den vielfältigen Aufgaben anzubieten und organisieren. Die Helfer und Unterstützer treffen sich daher am Montagabend [21. Dezember 2015] um 19 Uhr wieder im Pfarrheim um die Möglichkeiten der Hilfe, wie z.B. Aufbau sozialer Kontakte, Familienpatenschaften, Deutschunterricht, Fahrdienste und Hilfe bei Behördengängen, zu organisieren und zu planen.

Zum Abschluss machte Stephan Urny noch einmal deutlich, dass die Kapazitäten der Stadt langsam erschöpft sind und appellierte noch einmal an die Bereitschaft leerstehenden privaten Wohnraum und auch leerstehende Gewerbeflächen der Stadt zur Anmietung anzubieten.

Quelle: Klaus Plümper