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Sundern (ots). In den letzten Tagen meldete sich ein Anrufer bei einer Tankstelle. Der Mann schilderte der Mitarbeiterin, er arbeite für eine Firma, die Dienstleistungen im Bereich der bargeldlosen Zahlung anbiete. Auf Grund eines angeblichen Gesetztes müsse er alle vorhandenen Paysafe-Karten im Wert von 50 und 100 Euro sperren. Dazu benötige er die jeweiligen Codes der Karten.

Da die angezeigte Telefonnummer auch mit der Telefonnummer der echten Firma übereinstimmte, ging die Angerufene davon aus, dass alles seine Richtigkeit habe und gab die Codes mehrere dieser Prepaid-Karten weiter. Wenig später wurde dann festgestellt, dass die Codes bereits im Internet eingesetzt worden waren und das Geld damit ausgegeben war. Bei dem realen Anbieter ist der Anrufer nicht bekannt. Es handelt sich um einen Betrüger. Dieser hatte offensichtlich auch seine Anrufkennung manipuliert, so dass eine andere Nummer bei der Tankstelle angezeigt wurde (sogenanntes ID-Spoofing).
Hintergrund: Diese Paysafe-Karten ermöglichen es beispielsweise, Angebote im Internet zu bezahlen. Wird eine derartige Karte gekauft, erhält der Kunde einen Code. Mit diesem Code sind dann Zahlung bis zu einer Höhe der erworbenen Karte möglich. Dies bedeutet aber auch, dass jeder, der die Codes kennt, damit Zahlungen durchführen kann.

Die Polizei kann nur dringend vor derartigen Anrufern warnen und empfiehlt unter keinen Umständen entsprechende Codes weiterzugeben. Die echten Firmen fragen niemals nach diesen Codes, schon gar nicht telefonisch. Es gibt auch kein Gesetz, nach dem diese Karten gesperrt werden müssten. Notieren Sie sich in Verdachtsfällen immer die angezeigte Telefonnummer des Anrufers und informieren Sie Ihre Polizei.

Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis