Print Friendly, PDF & Email

Sundern / Hachen. Kontrovers diskutiert wurden die Ausbaupläne, die die Stadtverwaltung zum Ausbau „Krähenberg“, erarbeitet hat. Über 40 Anlieger der Straße waren der Einladung zur Informationsveranstaltung am Dienstag [03. Novemeber 2015] gefolgt.

Vertreter der Abteilung Verkehrsflächen der Stadt Sundern sowie Mitarbeiter der Stadtwerke informierten die Anlieger des Krähenbergs über die für 2016 vorgesehenen Baumaßnahmen und stellten entsprechende Straßenausbaupläne vor.

Foto: © Klaus Plümper

Foto: © Klaus Plümper

Vorgesehen ist es, die Straße „Krähenberg“ von der Hachener Straße bis zur Kreuzung Josefstraße / Annastraße auf einer Länge von etwa 1 km 2016 zu erneuern und auszubauen. Untersuchungen haben gezeigt, so Helmut Schadow (zuständig für die Verkehrsflächen), dass nicht nur die Straßenoberfläche erneuert werden muss, sondern dass eine grundlegende Sanierung von Kanälen und Wasserleitungen erforderlich ist. Darüber hinaus sind einige Hausanschlüsse zu erneuern. Die Kosten für Kanäle und Wasserleitung werden von den Stadtwerken getragen.

Bauzeit etwa 7 bis 8 Monate

Damit der Baubeginn etwa im März 2016 möglich ist, müssen die Planung und die Ausschreibung der Maßnahme bis Ende Januar 2016 erledigt sein.

Foto: © Klaus Plümper

Foto: © Klaus Plümper

Gehwege und teilweise Verbreiterung geplant

In dem von der Verwaltung vorgestellten Plan sind, trotz der engen Bauverhältnissen, in einigen Bereichen Bürgersteige vorgesehen. Darüber hinaus sind je nach Möglichkeit unterschiedliche Straßenbreiten und Mischflächen vorgesehen. Ob alle Bäume und Hecken erhalten bleiben können, so Straßenplaner Volker Broeske von der Stadt, wird sich erst endgültig im Rahmen der Baumaßnahme ergeben.

Alternative Vorschläge der Anwohner reichten von der Einrichtung einer Einbahnstraße über die Bildung einer Sackgasse bis zum Vorschlag eine Straßeninstandsetzung mit minimalsten Mitteln durchzuführen. Darüber hinaus wurde von den Anliegern deutlich bezweifelt, ob die Einstufung als Anliegerstraße rechtlich haltbar ist. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten gehen die Anlieger davon aus, dass es sich hier um eine Haupterschließungsstraße handelt.

Foto: © Klaus Plümper

Foto: © Klaus Plümper

Bei Anliegerstraße – Bürgeranteil rund 340.000 Euro

Die umlagefähigen Kosten der Maßnahme werden von den städtischen Mitarbeitern mit rund 490.000 Euro veranschlagt. 70 % dieser Kosten, also etwa 340.000 Euro, sind nach dem Kommunalabgabegesetz NRW und der Satzung der Stadt Sundern von den betroffenen Anliegern zu tragen. Pro Quadratmeter Grundstücksfläche würde nach diesem Modell Aufwendungen von 15 bis 16 Euro/qm für die Grundstückseigentümer entstehen.

Haupterschließungsstraße – Bürgeranteil rund 245.000 Euro

Sollte sich die Vorstellung der Anlieger, den Krähenberg als Haupterschließungsstraße einzustufen durchsetzen, so würde sich der Anliegeranteil auf 50 % der umlagefähigen Kosten reduzieren. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sagten zu, auch diese Möglichkeit zu prüfen. Bis Ende November 2015 wollen die Anlieger weitere Möglichkeiten diskutieren und abstimmen.

Foto: © Klaus Plümper

Foto: © Klaus Plümper

Weitere Diskussionen und Abstimmungen wollen die Anlieger gemeinsam mit Ortsvorsteherin Claudia Hachenei bis Ende November 2015 führen.

Quelle: Klaus Plümper