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Sundern (ots). Am 09. Januar 2016 wurde der Polizeiwache Sundern eine Unfallflucht auf der Landstraße zwischen Langscheid und Tiefenhagen angezeigt. Hier war ein Autofahrer in einer langgezogenen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, eine etwa 2,5 Meter hohe Böschung hinauf gefahren und dort gegen einen Baum geprallt.

Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich das Fahrzeug und geriet dadurch wieder in den Bereich der Fahrbahn. Letztlich kam der Pkw auf der Straße, wieder „auf allen Vieren“, zum Stillstand. Obwohl das Fahrzeug dabei total beschädigt wurde, setzte der Verursacher seine Fahrt fort und stellte das Auto im weiteren Verlauf einige hundert Meter weiter entfernt ab.

Wie sich jetzt herausstellet, ließ sich der Unfallfahrer von dort von anderen Personen abholen und begab sich zurück zu einer Feier, auf der er zuvor gewesen war. Der Polizei wurde der Unfall von Dritten gemeldet. Als dieser gerade vor Ort aufgenommen wurde, meldete sich ein 29-Jahre alter Mann und berichtete, sein Auto, mit dem der Unfall verursacht worden war, sei gestohlen worden.

Durch umfangreiche und langwierige Ermittlungen des Verkehrskommissariats konnte jetzt als Ergebnis festgestellt werden, dass es weder einen Diebstahl des PKW, noch eine Unfallflucht durch einen Unbekannten jemals gegeben hat. Vielmehr war der 29 Jahre alte Anzeigenerstatter selber mit dem Fahrzeug verunfallt. Dann hatte er sich unerlaubt von der Unfallstelle entfernte und anschließend den angeblichen Diebstahl des Autos angezeigt.

Gegen den Autofahrer und zwei weitere Personen wird jetzt wegen Unfallflucht, Vortäuschens einer Straftat und versuchter Strafvereitelung ermittelt.

Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis
Grafik: © Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis (mit Genehmigung zur redaktionellen Verwendung)