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Sundern. Zielgerichtet, engagiert, locker und sympathisch informierte jetzt Kriminalhauptkommissar Oliver Milhoff bei der AG 60plus über die vielfältigen Tricks, die Kriminelle häufig bei älteren Personen anwenden, um an das meistens mühsam Ersparte der Senioren zu kommen.

Gerd Josef Plass erinnerte in seiner Begrüßung die zahlreichen Besucher daran, dass in absehbarer Zeit fast 30 Prozent der Bevölkerung in Deutschland älter als 60 Jahre sein wird. Damit, so Gerd Josef Plass, ergeben sich auch für die AG 60plus der Sunderner Sozialdemokraten zahlreiche Ansätze, um unter anderem auch für die Themen Seniorengerechtigkeit, alternative Mehrgenerationenwohngemeinschaften und betreuende Maßnahmen zu arbeiten.

Eine der Eingangsfragen von Oliver Milhoff betraf das Thema: Was ist zu tun, wenn EC- oder Kreditkarte abhandengekommen sind? Sperr-Notruf 116 116 wählen und Karte sperren lassen war hier die vielfache Antwort und das Problem ist erledigt.

Foto: © Klaus Plümper

Foto: © Klaus Plümper

Nahezu unbekannt aber die Tatsache, so Krimanalhauptkommissar Milhoff, dass damit aber nur die Geheimnummer gesperrt wird. Das elektronische Lastschriftverfahren mit Unterschrift funktioniert aber weiterhin. Ein Dieb oder Betrüger kann also auch mit einer vermeintlich „gesperrten“ Karte noch einkaufen, wenn er die Unterschrift des Karteninhabers zu fälschen weiß. Daher, so Milhoff, unbedingt den Verlust der Bankkarten der Polizei melden, damit die Karte auch für das Lastschriftverfahren gesperrt wird.

Gefahren an der Haustür und am Telefon

Beliebt bei Ganoven sind häufig Tricks an der Haustür. Ziel hierbei ist es immer, unbemerkt Komplizen in die Wohnung zu schleusen, um Bargeld, Schmuck und andere Wertsachen zu entwenden. Häufig, so Oliver Milhoff, geben sie sich unberechtigter Weise als Amtsperson, wie zum Beispiel als Polizist oder Gerichtsvollzieher, aus. „Lassen Sie nie Unbekannte in Ihre Wohnung. Nutzen Sie Türspion und Gegensprechanlage. Lassen Sie nur dann Handwerker in die Wohnung, wenn Sie diese selbst bestellt haben oder diese vom Vermieter angekündigt wurden“.

Auch über das Telefon, so der Kriminalhauptkommissar versuchen die trickreichen Betrüger an Geld zu kommen. Andere Maschen, wie etwa die Vortäuschung einer Notlage, das Versprechen einer hohen Gewinnsumme, führen immer wieder dazu, dass Bargeld an unbekannte Personen übergeben wird. „Wenn Sie zum Beispiel wirklich einmal von der Polizei angerufen werden sollten, dann erscheint niemals die Notraufnummer 110 im Display“, erläutert Oliver Milhoff.

Autobahngold – Polizei warnt vor Betrugsmasche

Jetzt sind sie auch im Hochsauerland unterwegs. Betrüger, die unter Vortäuschung falscher Tatsachen Bargeld von Autofahrern erbetteln. Eine bekannte Masche unter dem Namen „Autobahngold“, bei der der Täter zum Abschluss einer betrügerischen Aktion als angeblichen Dank billigen, wertlosen Schmuck übergibt.

Foto: © Klaus Plümper

Foto: © Klaus Plümper

Oft kann es schon helfen, wenn man Personen auf sich aufmerksam machen, bzw. einen möglichen Angreifer verwirren kann. Ein Schrillalarm – auch Taschen-, Schlüssel- oder Personenschutzalarm genannt – erfüllt nach Ansicht vom Oliver Milhoff genau diesen Zweck. Diese kleinen und handlichen Geräte können Töne in der Lautstärke bis zu 130 DB erzeugen.

Wichtig ist es, dass bei den geschilderten Vorfällen auf jedem Fall die Polizei über den Sachverhalt informiert wird. Auch wenn man einer der Betrugsmaschen zum Opfer gefallen ist. Mit der Aufforderung des Kriminalkommissars, derartige Probleme nicht aus falschem Schamgefühl zu verschweigen, sondern immer die Hilfe und Unterstützung der Polizei zu suchen, endete diese interessante Veranstaltung.

Quelle: Klaus Plümper
Fotos: © Klaus Plümper