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Sundern. Unsere Redaktion erreichte am Montag [21. Dezembert 2015] ein Leserbrief von Serhat Sarikaya – Vorsitzender der SPD Sundern. Dieser ist im nachfolgenden hier vollständig veröffentlicht.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
sehr geehrter Herr Lange,

zunächst möchte ich mich bei Ihnen, lieber Herr Lange, für die netten und anerkennenden Worte bedanken. Für das „Gesicht des Jahres“ nominiert worden zu sein, ist eine besondere Ehre und große Freude. Hierüber habe ich mich sehr gefreut, wenngleich ich auch erstaunt war.

Ich danke Ihnen sehr, dass Sie mir diese Ehrung zuteil werden lassen möchten. Sie ist verführerisch, ja reizvoll. Ich gebe zu, dass ich in meinem Bekannten- und Freundeskreis um Unterstützung gebeten habe. Ich möchte hier ausdrücklich meinen Dank an alle richten, die meiner Bitte gefolgt sind und mir Ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Aber: Ich möchte nach reiflicher Überlegung meine Nominierung durch Sie, werter Herr Lange, zurückziehen.

Ich stimme Ihnen zu, dass in Sundern mit der Bürgermeister-Wahl die „gewaltigste Veränderung in Südwestfalen ins Rollen“ gekommen ist.

Diese Veränderung ist jedoch nicht nur meinem Engagement geschuldet. Selbstverständlich habe ich meinen Beitrag hierzu geleistet. Und natürlich habe ich als Vorsitzender meiner SPD in Sundern auch dazu beigetragen, dass dieses Bündnis zustande gekommen ist. Aber: Durch die Arbeit und den Einsatz Vieler wurde diese Veränderung bewirkt. Ich denke da an meine Kolleginnen und Kollegen in der Zukunftskommission. Ich denke aber auch an meine Kolleginnen und Kollegen aus der eigenen aber auch aus den anderen Parteien des Bündnisses „Zukunft Sundern“.

Ja, dieses Bündnis ist einmalig und zugleich ungewöhnlich, weil Viele nicht daran geglaubt haben. Viele haben nicht an die Veränderung, die herbeigeführt werden sollte, geglaubt. Viele haben hieran gezweifelt. Viele haben dieses Projekt belächelt, gar für lächerlich empfunden. Aber: Veränderungen sind möglich. Das haben wir allen bewiesen!
Dieses Projekt war eine gemeinsame Sache dieser fünf Parteien und der Mitgliedschaft. Es war ein gesundes und starkes Mannschaftsspiel.

Daher möchte ich die Gelegenheit auch nutzen, den oben genannten Kolleginnen und Kollegen „Danke“ zu sagen:

Danke für die intensivste politische Zeit! Es war mir eine besondere Ehre und große Freude, mit Euch in diesem Wahlkampf zusammenzuarbeiten! Danke für die vertrauensvolle, faire, kollegiale und nicht immer einfache Zusammenarbeit. Dennoch hat es stets Spaß gemacht und wir konnten durch die zahlreichen Sitzungen und Beratungen zueinander finden.

Danke besonders an Werner Kaufmann, Michael Stechele, Andreas Bahde, Niklas Latusek, Hans Klein, Elisabeth Brauer-Schöler, Willi Vogt, Rüdiger J. Laufmöller, Max Lehnert, Antonius Becker, Siegfried Huff, Karen Brand, Friedrich Nagel, Klaus Plümper, Dorothee Thiele, Hans-Josef Bigge, Burkhard Schütz, Hubert Wienecke, Bernd Schwens, Herbert Bartetzko, Hanns-Rüdiger Fehling, Gerd-Josef Plass, Herbert Laufmöller, Sabine Metzler, Fritz Arndt-Quandt, Franz Müntefering und alle Anderen.

Abschließend gilt ein herzliches Dankeschön natürlich an Ralph Brodel: Werter Herr Bürgermeister, Ich wünsche viel Erfolg bei der Bewältigung der Herausforderungen, die auf uns zukommen!

Für mich seid Ihr die Gesichter des Jahres, Ihr seid die Macher des Erfolgs! Ich habe mich sehr darüber gefreut, mit Euch in dieser Zeit zusammengearbeitet zu haben.

Mir liegt sehr daran, auch weiterhin mit allen Bündnispartnern vertrauensvoll als Pares inter Pares zusammen-zuarbeiten und mit ihnen gemeinsam Sunderns Zukunft zu gestalten. Im Falle einer Wahl würde ich aus diesen Gründen die Ehrung nicht entgegennehmen. Ich bitte also darum, mich aus der Nominierungsliste zu entfernen.

Ich hoffe, dass Sie Verständnis für meine Bitte um Streichung aus der Nominierungsliste haben. Durch die Bürgermeister-Wahl ist tatsächlich eine „gewaltige Veränderung“ gelungen. Aber: Diese Veränderung hat viele Gesichter. Der Erfolg kann nicht auf ein Gesicht reduziert werden.

Alle guten Wünsche verbunden mit einem herzlichen Glück auf,
Ihr/Euer Serhat Sarikaya

Quelle: Leserbrief Serhat Sarikava